Einspruch erneut erfolgreich: Schalke verhindert die Ndiaye-Sperre
Schiedsrichter Michael Bacher (35) musste seine Fehlentscheidung einräumen. Moussa Ndiaye (23) darf gegen Münster spielen.
Schnelle Reaktion nach umstrittener Entscheidung
Nach der unberechtigten Gelb-Roten Karte für Moussa Ndiaye im Spitzenspiel gegen Elversberg (2:1) legte der FC Schalke umgehend Einspruch ein. Und das erneut mit Erfolg. Ndiaye ist damit am kommenden Sonntag (13.30 Uhr/Sky) gegen Münster spielberechtigt. Königsblau ist bereits zum zweiten Mal in der laufenden Spielzeit erfolgreich gegen eine Sperre vorgegangen.
Schiedsrichter räumt Fehler ein
Schiedsrichter Michael Bacher zeigte Ndiaye die Gelb-Rote Karte, obwohl das zweite Foul eher das des Elversbergers Lukas Petkov (25) war. In einer telefonischen Anhörung beim DFB-Sportgericht räumte Bacher ein, dass er sich im Bezug auf den regelwidrig handelnden Spieler geirrt hat. Der Schalker Linksverteidiger habe in dieser Szene auch keine anderweitige Unsportlichkeit begangen.
Vergleichbarer Fall aus der Vergangenheit
Damit liegt wie im Fall von VfB-Profi Atakan Karazor (29) eine irrtümliche Entscheidung des Schiedsrichters vor. Durch diesen Ausnahmefall ist eine Aufhebung der ursprünglichen Sperre möglich. Nur die erste Gelbe Karte, die die Anderlecht-Leihgabe in der 7. Minute gesehen hatte, bleibt bestehen. Diese hat aber keine Auswirkungen, da es erst die zweite Verwarnung des Verteidigers ist.
Früherer Erfolg und aktuelle Verletzungssorgen
Vor knapp 4 Wochen sah Super-Stürmer Edin Dzeko (40/6 Treffer in 8 Spielen) gegen Hannover (2:2) die Rote Karte und wurde für 2 Spiele gesperrt. Die Verantwortlichen legten Einspruch ein und reduzierten die Sperre auf ein Spiel und 20.000 Euro Strafe. Dzeko fehlt dem Pott-Klub allerdings trotzdem, da ihn eine Schulterverletzung außer Gefecht setzt.
Zukunftsperspektive durch VAR
Dass es nochmal zu einem vergleichbaren Fall kommt, ist unwahrscheinlich. Ab der kommenden Spielzeit soll der VAR auch Gelb-Rote Karten überprüfen dürfen. Dann wären weder Karazor (2024) noch Ndiaye vom Platz geflogen. Und der DFB hätte sich die Anhörungen sparen können.



