Der internationale Skiverband Fis hat die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2031 offiziell an Oberstdorf vergeben. Die Gemeinde mit rund 10.000 Einwohnern im Allgäu setzte sich in der Abstimmung gegen das slowenische Skisprung-Zentrum Planica durch. Dies gab die Fis nach einer digitalen Sitzung ihres Councils bekannt. Die Weltmeisterschaften umfassen die Disziplinen Skispringen, Langlauf und Nordische Kombination.
Erste große Entscheidung unter neuem Fis-Präsidenten
Fis-Präsident Alexander Ospelt gratulierte Oberstdorf zu einer „bemerkenswerten Kandidatur“ und bezeichnete den Ort als „einen der bedeutendsten Orte auf der Welt für nordischen Skisport“. Es handelte sich um die erste bedeutende Entscheidung in der Amtszeit des Liechtensteiners, der im Juni den umstrittenen langjährigen Fis-Chef Johan Eliasch nach einer Kampfkandidatur abgelöst hatte.
Ursprünglich war die Vergabe bereits für Juni beim Fis-Kongress in Belgrad erwartet worden. Damals wurde die Entscheidung überraschend vertagt, was Buhrufe und Pfiffe auslöste. Ein Sprecher erklärte, dass sich zwischen den beiden Kandidaten offenbar keiner eindeutig durchsetzen konnte.
DSV zeigte sich zuversichtlich
Der Deutsche Skiverband (DSV) war fest davon ausgegangen, bei der Council-Sitzung am Dienstag den Zuschlag zu erhalten. „Wir haben keinen Grund, daran auch nur minimal zu zweifeln. Mehr als positiv denken und hoffen, dass alles zu einem guten Ende kommt, können wir momentan nicht“, sagte Vorstandsmitglied Stefan Schwarzbach im Vorfeld der „Allgäuer Zeitung“.
Die Bewerbung wurde vom DSV und dem bayerischen Wintersportort gemeinsam initiiert. Oberstdorf wird damit zum vierten Mal Gastgeber von Nordischen Skiweltmeisterschaften. Zuletzt fanden dort 2021 Titelkämpfe statt, die jedoch aufgrund der Corona-Pandemie als Geister-WM ohne Zuschauer in die Geschichte eingingen. Für 2031 hoffen die Verantwortlichen nun auf ein normales Event mit Publikum.



