Formel 1 in Japan: Russell setzt im ersten Training Maßstäbe
Die Formel 1 gastiert auf dem anspruchsvollen Suzuka-Kurs in Japan, und bereits im ersten freien Training zeichnet sich ein klares Bild ab. George Russell vom Mercedes-Werksteam legte mit einer Zeit von 1:31,666 Minuten die schnellste Runde vor und bestätigte damit seine Führungsposition in der laufenden Weltmeisterschaft.
Mercedes-Doppelführung mit knappem Vorsprung
Direkt hinter Russell platzierten sich sein Teamkollege Kimi Antonelli mit nur 0,026 Sekunden Rückstand auf Rang zwei. Diese enge Differenz unterstreicht die aktuelle Dominanz des Mercedes-Teams unter dem neuen technischen Regelwerk, das seit dieser Saison gilt. Mercedes gilt damit auch für das Rennen am Sonntag als klarer Favorit.
McLaren zeigt Aufwärtstrend
Einen ermutigenden Schritt nach vorne machten die beiden McLaren-Piloten. Weltmeister Lando Norris sicherte sich mit 0,132 Sekunden Rückstand den dritten Platz, gefolgt von Teamkollege Oscar Piastri auf Position vier mit 0,199 Sekunden Rückstand. Dies lässt auf ein spannendes Duell im Mittelfeld hoffen.
Ferrari und Red Bull mit gemischten Ergebnissen
Die Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton, die bisher als ärgste Verfolger galten, belegten die Plätze fünf und sechs. Ihr neuer Dienstwagen zeigt weiterhin Stärken beim Start, konnte aber im Training nicht ganz an die Mercedes heranreichen.
Für den viermaligen Champion Max Verstappen läuft die Saison bisher enttäuschend. Nach einem sechsten Platz in Melbourne und einem Ausfall in China aufgrund eines Defekts am Red Bull, landete er im ersten Training in Japan nur auf Rang sieben mit 0,791 Sekunden Rückstand.
Audi mit internen Turbulenzen
Das neue Audi-Werksteam erlebt derweil erneut eine Art Neuanfang. Vor einer Woche trennte sich das Team überraschend von Teamchef Jonathan Wheatley aus persönlichen Gründen. Mattia Binotto, Leiter des Formel-1-Projekts von Audi, übernahm vorübergehend auch die Aufgaben des Teamchefs.
Im Training zeigte Audi noch Schwächen: Pilot Nico Hülkenberg landete als Zwölfter mit 1,132 Sekunden Rückstand, einen Rang hinter Teamkollege Gabriel Bortoleto. Hülkenberg zeigte sich dennoch zuversichtlich: „Generell sind wir gut strukturiert vom Rennteam her, da mache ich mir keine Sorgen“, kommentierte er bei Sky.
Ausblick auf das Rennen
Vor dem dritten Saisonlauf am Sonntag um 7:00 Uhr (Sky) führt Russell die Gesamtwertung mit vier Punkten Vorsprung vor Antonelli an. Russell gewann bereits den Auftakt in Australien und den Sprint in China, während der erst 19-jährige Antonelli sich den Sieg beim Hauptrennen in Shanghai sicherte. Die Konstellation verspricht ein packendes Rennen in Japan.



