Formel-1-Desaster für Lokalmatador Piastri beim Heim-Grand-Prix in Melbourne
Melbourne • Die Hoffnungen australischer Formel-1-Fans auf einen historischen Podiumsplatz bei ihrem Heim-Grand-Prix wurden erneut enttäuscht. Lokalmatador Oscar Piastri erlebte bereits vor dem eigentlichen Rennstart ein verheerendes Debakel, das seine Teilnahme am Auftaktrennen in seiner Heimatstadt Melbourne jäh beendete.
Crash auf dem Weg zur Startaufstellung
Der WM-Dritte der vergangenen Saison verlor auf dem Weg in die Startaufstellung ausgangs von Kurve vier die Kontrolle über seinen McLaren. Nachdem er auf den Randstein geriet, krachte der Australier ungebremst in die Streckenbegrenzung. Piastri, der eigentlich von Rang fünf starten sollte, konnte zwar selbstständig aus seinem demolierten Wagen aussteigen, doch sein Rennwagen musste anschließend geborgen werden.
Ein ähnlicher Unfall hatte bereits in der Qualifikation Red-Bull-Star Max Verstappen ereilt, doch während der Niederländer das Rennen bestreiten konnte, war Piastris Heim-Grand-Prix bereits vor dem eigentlichen Startschuss beendet.
Australier weiter ohne Podium in Melbourne
Damit müssen die australischen Fans weiterhin auf den ersten Podiumsplatz eines Landsmanns bei ihrem Heim-Grand-Prix warten. Noch nie hat ein Australier das Formel-1-Podium in Melbourne erreicht, und diese Serie setzt sich nun fort. Die Enttäuschung bei den lokalen Motorsport-Enthusiasten ist entsprechend groß.
McLaren rätselt über Unfallursache
McLaren-Geschäftsführer Zak Brown zeigte sich nach dem Vorfall ratlos. „Wir sind nicht sicher, wir haben nichts in den Daten gefunden, was auf etwas hinweist“, sagte Brown über eine mögliche Ursache für den spektakulären Unfall. Der Teamchef äußerte Verständnis für die emotionale Reaktion seines Fahrers.
„Ich bin mir sicher, dass Piastri nun noch eine Weile verärgert sein wird“, so Brown weiter. „Aber diese Rennfahrer wissen, wie man sich schnell erholt. Das ist definitiv nicht die Art und Weise, wie man starten möchte, aber er wird zurückkommen.“
Die Enttäuschung für den talentierten McLaren-Piloten ist besonders bitter, da er nach seiner starken Vorjahressaison mit großen Ambitionen in die neue Formel-1-Saison gestartet war. Der Vorfall in Melbourne stellt einen herben Rückschlag dar, den das Team nun gemeinsam aufarbeiten muss.



