Olympia 2026: ARD-Kommentator empört über Eiskunstlauf-Bewertung deutscher Athleten
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand hat die Wertung für das deutsche Eiskunstlauf-Paar Annika Hocke und Robert Kunkel für massive Kontroversen gesorgt. Die Berliner Athleten präsentierten im Kurzprogramm eine spektakuläre Darbietung zu Lady Gaga, die das Publikum in der Milano Ice Skating Arena zu frenetischem Jubel riss. Trotz einer sauberen Vorstellung ohne grobe Fehler erhielten sie lediglich 67,52 Punkte, was nur für den elften Platz reichte.
Fassungsloser Kommentator kritisiert Jury-Entscheidung scharf
ARD-Kommentator Daniel Weiss, selbst ehemaliger Eiskunstläufer, zeigte sich nach der Bekanntgabe der Wertung fassungslos. „Nur vierter Platz. Puh, also das finde ich jetzt echt ungewöhnlich. Kanada, China, USA vor Annika Hocke und Robert Kunkel. Sorry, das ist aus meiner Sicht eine krasse Fehlentscheidung“, äußerte er live im Fernsehen. Weiss betonte, dass er die Punktevergabe nicht nachvollziehen könne und noch lange nach dem Ereignis zutiefst verärgert sei.
Der Experte wies darauf hin, dass es bei diesen Olympischen Spielen nicht das erste Mal sei, dass die Bewertungen Fragen aufwerfen. „Da hast du als Eiskunstläufer einfach keine Chance. Da sind Menschen an der Bande, die zwar die ganzen Regeln gelernt haben. Aber am Ende ist es trotzdem eine subjektive Bewertung“, kritisierte Weiss die Jury-Entscheidung.
Deutsche Athleten äußern sich diplomatisch zu umstrittener Wertung
Annika Hocke und Robert Kunkel selbst reagierten im Interview deutlich zurückhaltender. „Wir freuen uns. Es war schon unser Wunsch, die 70 mal zu knacken, aber mit der Leistung sind wir sehr zufrieden. Wir hatten eine super Zeit zusammen, und das war das Wichtigste für heute“, erklärte Hocke. Robert Kunkel sprach jedoch von „Politik im Hintergrund“ und merkte an: „Wir haben ja in den letzten Tagen hier gesehen, dass es ein paar zu hinterfragende Entscheidungen gab. Und ja, wir schließen uns leider an.“
Der 26-jährige Athlet betonte den subjektiven Charakter des Sports: „Es ist halt auch ein sehr subjektiver Sport, man kann es in die eine oder in die andere Richtung auslegen. Und ja, im Hintergrund verfolgt jeder sein eigenes Ziel. Wir versuchen, uns davon nicht unterkriegen zu lassen, und freuen uns umso mehr, dass es einigen Menschen auffällt.“
Gold-Traum für anderes deutsches Paar bleibt intakt
Während Hocke und Kunkel mit ihrer Wertung hadern müssen, ist das deutsche Top-Paar Minerva Hase und Nikita Volodin dem Olympia-Gold ganz nah. Sie erhielten für ihr Kurzprogramm 80,01 Punkte und gehen als Favoriten in die Kür am Montagabend. Die Diskrepanz zwischen den Bewertungen der beiden deutschen Paare unterstreicht die hitzige Debatte um die Objektivität im Eiskunstlauf bei Olympia 2026.



