Olympia-Streit eskaliert: Bahn wirbt mit Sportstars ohne DOSB-Partnerschaft
Bahn wirbt mit Olympia-Stars ohne DOSB-Partnerschaft

Verhandlungen 2024 gescheitert: Pikante Details zum Olympia-Streit mit der Bahn

Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes: Otto Fricke (60)

Deutscher Sport und Deutsche Bahn – da geht gerade gar nichts! Eine Werbekampagne der Bahn zu den Winterspielen sorgt weiter für großen Ärger beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). In der Aktion treten unter anderem die früheren Winterstars Markus Wasmeier (62) und Sven Hannawald (51) auf. DOSB-Vorstandschef Otto Fricke (60) kritisiert scharf: „Dass das ein Staatsunternehmen macht, das ist schofelig.“ Eine Vorabinformation von der Bahn über die geplante Aktion gab es nicht. Der deutsche Sport wurde kalt erwischt.

Hintergrund der kontroversen Werbekampagne

Hintergrund ist die „Probe BahnCard Gold“ ab 19,90 Euro. Gewinnen deutsche Athleten Gold, dürfen Inhaber am Folgetag alle Fernverkehrszüge kostenlos nutzen. Fricke nennt das Vorgehen „nicht die feine Art“ und spricht von „Ambush Marketing“ – also Trittbrettfahrer-Werbung. Der DOSB habe sich schriftlich beschwert, jedoch keine zufriedenstellende Antwort erhalten. Besonders ärgert ihn, dass Einnahmen aus der Aktion nicht in den Sport und an aktive Sportler fließen. Ein Bahn-Sprecher widerspricht deutlich: „Wir können die in diesem Zusammenhang geäußerte Kritik nicht nachvollziehen.“

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Gescheiterte Verhandlungen und pikante Details

Pikant: Vor Paris 2024 verhandelte die Bahn nach Informationen monatelang mit dem DOSB über eine Partnerschaft, wollte aber schon damals nichts für ein Sponsoring bezahlen. Der DOSB wechselte schließlich zum Konkurrenten „Eurostar“, fuhr mit einem Athletenzug nach der Schlussfeier von Paris nach Köln und feierte dabei eine Riesenparty. Jetzt wirbt die Bahn mit Olympia-Bezug – ohne offizieller Sponsor zu sein. Eine Revanche? Auf jeden Fall kein feiner Zug von der Bahn.

Im Rahmen der Werbekampagne traten neben Skifahrer Wasmeier und Skispringer Hannawald auch noch die Olympiasieger Kati Wilhelm (Biathlon), Viktoria Rebensburg (Ski Alpin), André Lange (Bob) sowie Paralympics-Idol Gerd Schönfelder in einem TV-Spot auf. Die Situation zeigt deutlich die angespannte Beziehung zwischen dem deutschen Sport und dem staatlichen Verkehrsunternehmen.

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