Zwei Sportlegenden vereint bei Olympia in Antholz
Es war ein besonderes Zusammentreffen zweier Ikonen der Sportwelt: Jürgen Klopp, die Trainer-Legende des Fußballs, und Ole Einar Björndalen, die lebende Biathlon-Legende, verbrachten gemeinsam einen aufregenden Tag bei den Olympischen Winterspielen in Norditalien. Am Dienstag besuchte der ehemalige Liverpool-Trainer das Staffelrennen der Männer in Antholz – und hatte dabei den absoluten Experten Björndalen an seiner Seite, der ihm die Feinheiten des Biathlonsports näherbrachte.
Drei Jahre Vorbereitung für den perfekten Moment
Im exklusiven Gespräch mit BILD verriet Björndalen die Hintergründe dieses besonderen Treffens: „Es war großartig. Seit drei Jahren versuche ich ihn schon zu einem Biathlon-Rennen zu bekommen, aber er ist super beschäftigt.“ Die Gelegenheit ergab sich schließlich kurz vor Olympia, als Klopp überraschend Zeit fand. „Dann, eine Woche vor den Olympischen Spielen, schrieb er mir und sagte: ‚Oh, vielleicht habe ich doch Zeit für die Olympischen Spiele.‘ Dann haben wir angefangen zu organisieren, und ich bin so froh, dass er Zeit hatte und auch seinen Sohn mitgenommen hat.“
Klopps erste Biathlon-Erfahrung als Zuschauer
Für den erklärten Biathlon-Fan Klopp war es das erste Mal, dass er ein Rennen live vor Ort verfolgte. Björndalen übernahm die Rolle des persönlichen Guides: „Ich habe versucht, ihm zu erklären, wie Biathlon funktioniert und welche Vorteile die einzelnen Athleten haben. Damit er weiß, worauf er achten muss, denn wenn man noch nie Biathlon gesehen hat, ist das etwas schwierig.“ Die beiden verfolgten das Rennen gemeinsam vom Streckenrand aus, wobei Klopp besonders am Schießstand mitfieberte.
Ein besonderes Highlight erlebte der Fußballtrainer, als ihm vor der Schlussrunde eine ehrenvolle Aufgabe zuteilwurde: Klopp durfte persönlich die Glocke läuten, die traditionell die letzte Runde einläutet. Ein Moment, der die besondere Atmosphäre des Tages perfekt einfing.
Enttäuschung über deutsches Staffel-Ergebnis
Doch nicht alles verlief nach Wunsch. Das deutsche Quartett erwischte keinen guten Tag und landete mit über einer Minute Rückstand auf die siegreiche französische Staffel nur auf dem vierten Platz. Björndalen berichtete: „Er war wirklich traurig, dass Deutschland es nicht aufs Podium geschafft hat. Ich dachte, es wäre möglich. Ich habe prognostiziert, dass sie Dritter werden.“
Bessere Aussichten für die Frauen-Staffel
Die Hoffnung ruht nun auf den deutschen Biathletinnen. Auch bei deren Staffelrennen werden Björndalen und Klopp wieder gemeinsam zuschauen. Der norwegische Experte ist optimistisch: „Ich drücke die Daumen, dass sie das Podium erreichen. Bronze oder vielleicht sogar Silber ist drin. Sie haben sehr gute Schützinnen.“
Die Verbindung zwischen den beiden Sportpersönlichkeiten reicht bis ins Jahr 2019 zurück, als Björndalen den damaligen Liverpool-Trainer Klopp besuchte. Nun, bei Olympia in Antholz, setzten sie ihre besondere Freundschaft fort – vereint durch ihre Leidenschaft für den Sport und die Freude an außergewöhnlichen Begegnungen.



