Aperol statt Anabolika: BILD-Reporter erlebt Dopingkontrolle hautnah
BILD-Reporter bei Dopingprobe: Aperol statt Anabolika

Aperol statt Anabolika: BILD-Reporter erlebt Dopingkontrolle hautnah

Bei Olympischen Spielen kann es jeden Athleten treffen: die gefürchtete Dopingkontrolle. Die Kontrolleure sind täglich zwischen 6 und 23 Uhr im Einsatz, um die Fairness des Wettbewerbs zu gewährleisten. Diesmal trifft es jedoch keinen Sportler, sondern einen Reporter der BILD-Zeitung, der sich freiwillig dem Verfahren unterzieht.

Vorbereitung für den Test: Alltag in der Hochleistungs-WG

Zu verbergen hat der Reporter wenig, wie er selbst zugibt. Falls die Kontrolleure doch etwas finden sollten, hat er seine Ausrede bereits parat: die besondere Wohnsituation während der Olympischen Spiele. Die Reporter leben in einer Art Hochleistungs-Wohngemeinschaft, in der alles passieren kann. Falsche Kaffeetassen, gemeinsames Duschgel, vergessene Zahnpasta – Kreuzkontamination deluxe. „Hätte Dieter Baumann damals nur in einer WG gewohnt wie wir Wintersport-Reporter in Cortina, vielleicht hätte ihm ja jemand geglaubt“, scherzt der Journalist.

Der Ablauf: Kurz, schmerzlos und professionell

Wie läuft so ein Dopingtest eigentlich ab? „Kurz und schmerzlos“, sagt der Kontrolleur Thomas Moschner. Doch das sagt auch der Zahnarzt immer, wie der Reporter anmerkt. Zunächst muss sich der Proband 30 Sekunden lang den Oberarm rubbeln, um das Blut in Wallung zu bringen. Dann folgt der kurze Pieks. Der Reporter darf selbst entscheiden: Drückt er auf den Auslöser oder lässt er den Profi ran? Er entscheidet sich für Letzteres und spürt – nichts. Der Kontrolleur hat für Dopingkontrollen bereits die Salomonen im Südpazifik bereist und verfügt über ein besonderes Händchen.

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Verwendet wird ein echtes Test-Kit, wie es auch bei den Olympischen Spielen zum Einsatz kommt. Dabei werden wenige Bluttropfen, sogenanntes Kapillarblut, aus dem Oberarm entnommen und auf einem Filterpapier getrocknet. Der Kontrolleur ist zufrieden mit dem Probanden: „Ich laufe nicht weg. Ich diskutiere nicht. Ich mache einfach mit.“ Das sei nicht selbstverständlich, betont er. Manchmal klingelt er bei Sportlern, sieht noch kurz das Licht angehen – und dann: nichts. Funkstille. Der Kontrolleur steht im Dunkeln und weiß: Hier stimmt etwas nicht.

Transport und Auswertung: Vom Militär ins Labor

Die Proben der Winterspiele werden vom italienischen Militär nach Rom ins Dopinglabor gebracht. Innerhalb von 24 Stunden liegt das Ergebnis vor – außer es ist positiv. In diesem Fall dauert die Auswertung länger. Der Reporter erhält seinen Test übrigens geschenkt. Warum? Weil er sich schon vorher schuldig bekennt: Seine A-Probe ist positiv. Allerdings steht das „A“ in seinem Fall nicht für Anabolika, sondern für Aperol.

Der Artikel bietet einen einzigartigen Einblick in die Welt der Dopingkontrollen, kombiniert mit humorvollen Anmerkungen und persönlichen Erfahrungen. Es wird deutlich, wie professionell und zugleich herausfordernd die Arbeit der Kontrolleure ist, während gleichzeitig die menschliche Seite des Prozesses beleuchtet wird.

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