Olympia 2026: Guillaume Cizeron schreibt Eistanz-Geschichte mit zweitem Gold
Cizeron holt historisches Eistanz-Gold mit zweiter Partnerin

Historischer Olympia-Erfolg im Eistanz: Cizeron schreibt mit zweiter Partnerin Geschichte

Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien hat der französische Eistänzer Guillaume Cizeron einen bemerkenswerten Rekord aufgestellt. Der 31-Jährige gewann die Goldmedaille im Eistanz mit seiner neuen Partnerin Laurence Fournier Beaudry und schrieb damit olympische Geschichte. Bereits vier Jahre zuvor hatte Cizeron in Peking mit Gabriella Papadakis den Olympiasieg errungen. Nun ist er der erste Eiskunstläufer überhaupt, der mit verschiedenen Partnerinnen olympisches Gold im Eistanz gewinnen konnte.

Goldtriumph trotz Herausforderungen und umstrittener Bewertungen

Das neu zusammengestellte französische Duo setzte sich gegen die in den vergangenen Jahren dominierenden US-Stars Madison Chock und Evan Bates durch, obwohl Cizeron und Fournier Beaudry während ihres Programms einen eigenen Patzer begingen. Die Bewertungen der Kampfrichter wurden im Anschluss als kontrovers diskutiert, konnten den Triumph des französischen Paares jedoch nicht verhindern. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass Fournier Beaudry erst seit wenigen Monaten die französische Staatsbürgerschaft besitzt. Die gebürtige Kanadierin wechselte ihre sportliche Nationalität speziell für diese Olympia-Teilnahme.

Kontroversen um Ex-Partner überschatten historischen Erfolg

Der historische Olympia-Erfolg wird jedoch von mehreren Kontroversen überschattet, die beide Sportler mit ihren früheren Partnern verbinden. Im Vorfeld der Spiele veröffentlichte Cizerons ehemalige Eistanzpartnerin Gabriella Papadakis ein Buch, in dem sie detailliert ihre Erfahrungen mit dem französischen Tänzer beschreibt. Sie schildert eine Beziehung ohne Augenhöhe und berichtet von einem stark kontrollierenden und fordernden Partner. Cizeron reagierte kritisch auf den Veröffentlichungszeitpunkt kurz vor den Olympischen Spielen und wies die Vorwürfe als gezielte "Schmutzkampagne" zurück.

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Auch Fournier Beaudrys sportliche Vergangenheit ist von brisanten Vorgängen geprägt. Ihr früherer Eistanzpartner Nikolaj Sørensen, der nach Medienberichten auch ihr aktueller Lebenspartner ist, wurde 2024 von der kanadischen Sportintegritätsbehörde für sechs Jahre gesperrt. Grund war der Vorwurf der sexuellen Misshandlung einer US-Eiskunstlauftrainerin und früheren Läuferin aus dem Jahr 2012. Die Sperre wurde im Juni des vergangenen Jahres aus Zuständigkeitsgründen aufgehoben, da Sørensen zum Zeitpunkt der Untersuchung weder kanadischer Staatsbürger noch für das kanadische Team aktiv war. Fournier Beaudry hat stets die Unschuld ihres früheren Partners betont, der Fall bleibt jedoch juristisch ungeklärt.

Ein Sieg mit historischer Dimension und persönlichen Schattenseiten

Guillaume Cizerons olympischer Triumph bei den Winterspielen 2026 markiert einen Meilenstein in der Geschichte des Eistanzes. Noch nie zuvor gelang es einem Eiskunstläufer, mit zwei verschiedenen Partnerinnen olympisches Gold zu gewinnen. Dieser sportliche Erfolg zeigt nicht nur Cizerons außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit und tänzerische Klasse, sondern unterstreicht auch die Leistungsfähigkeit des französischen Eistanzes auf internationaler Ebene.

Gleichzeitig wirft der Sieg Fragen nach dem Umgang mit zwischenmenschlichen Beziehungen im Hochleistungssport auf. Die öffentlich ausgetragenen Konflikte mit früheren Partnern und die juristischen Verwicklungen im Umfeld der Sportler verdeutlichen, dass olympische Erfolge oft von komplexen persönlichen Geschichten begleitet werden. Cizeron und Fournier Beaudry haben bewiesen, dass sie trotz dieser Belastungen höchste sportliche Leistungen erbringen können - ein Triumph, der in die Annalen des Eiskunstlaufs eingehen wird, aber auch nachhaltig diskutiert werden dürfte.

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