Deutsche Goldhoffnungen bei Olympia: Wer holt in der letzten Woche die Medaillen?
Nach der ersten Woche der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo kann das deutsche Team bereits vier Goldmedaillen vorweisen. Doch die letzten Wettkampftage versprechen noch weitere Erfolge. Während 2022 in Peking zwölf Olympiasiege für Deutschland gefeiert wurden, stehen nun zahlreiche Athleten kurz vor weiteren Triumphen. Ein detaillierter Blick auf die größten Goldchancen in der finalen Olympiawoche.
Laura Nolte als große Hoffnung im Bobsport
Die 27-jährige Laura Nolte hat im Monobob nach den ersten beiden Läufen einen komfortablen Vorsprung von 0,22 Sekunden vor der US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor. Als Weltcup-Gesamtsiegerin geht sie als klare Favoritin in die Entscheidung am Montagabend. Doch nicht nur im Einzel, auch im Zweierbob mit Anschieberin Deborah Levi gilt Nolte als haushohe Anwärterin auf Gold. Die beiden Freundinnen gewannen fünf von sieben Weltcup-Rennen und harmonieren perfekt. „Wir nehmen die Favoritenrolle an, das macht uns nichts. Das sind wir die letzten Jahre schon oft gewesen“, betonte Nolte selbstbewusst.
Eiskunstlauf-Duo mit historischer Chance
Minerva Hase und Nikita Volodin haben im Paarlauf-Wettbewerb nach einem fehlerfreien Kurzprogramm einen beeindruckenden Vorsprung von 4,55 Punkten auf die verfolgenden Georgier Anastasia Metelkina und Luka Berulawa. Das deutsche Duo zeigte keinerlei Nerven und gilt vor der Kür am Montagabend als großer Goldkandidat. Bei einem sauberen Programm dürfte ihnen der Olympiasieg kaum noch zu nehmen sein.
Spannende Duelle im Bobsport der Männer
Im Zweierbob der Männer erwartet die Zuschauer ein packendes Rennen zwischen den deutschen Kontrahenten. Der viermalige Olympiasieger Francesco Friedrich mit Alexander Schüller beansprucht die Favoritenrolle für sich, doch Johannes Lochner und Georg Fleischhauer dominierten die Weltcup-Saison mit sechs Siegen. „Das Imperium hat immer zurückgeschlagen“, verkündete Friedrich kämpferisch. Lochner weiß um die Herausforderung: „Es wird eine harte Nuss bei Olympia. Franz ist da total abgebrüht und hat da die Ruhe weg“. Auch Adam Ammour mit Alexander Schaller hat berechtigte Medaillenchancen.
Nordische Kombinierer mit Ambitionen
Nach enttäuschenden Ergebnissen im Einzel von der Normalschanze wollen Vinzenz Geiger, Julian Schmid und Johannes Rydzek auf der Großschanze zurück in die Erfolgsspur finden. Im Teamsprint zwei Tage später gehören die deutschen Kombinierer ebenfalls zu den Medaillenkandidaten, müssen dafür aber die favorisierten Österreicher und Norweger bezwingen.
Alpiner und Freestyle-Ski mit Überraschungspotenzial
Im Ski Alpin könnte Emma Aicher nach zweimal Silber noch den großen Coup landen. Im Slalom der Team-Kombination legte sie bereits die beste Zeit hin, muss dafür aber US-Superstar Mikaela Shiffrin besiegen. Im Freestyle-Ski zeigen Daniela Maier und Florian Wilmsmann im Skicross starke Form. Maier gewann zuletzt in Val di Fassa, Wilmsmann führte bei der Generalprobe zu einem deutschen Dreifacherfolg.
Viererbob als Höhepunkt zum Abschluss
Das Finale der Olympischen Winterspiele verspricht im Viererbob der Männer ein historisch knappes Rennen. Rekordweltmeister Francesco Friedrich sieht sich der Konkurrenz von Johannes Lochner und dem überraschend starken Adam Ammour gegenüber. Lochner holte mit drei Weltcupsiegen die große Kristallkugel, während Ammour als lachender Dichter die letzten beiden Rennen gewann. Ein packender Abschluss der deutschen Goldjagd steht bevor.



