Deutsche Skeleton-Erfolge bei Olympia: Jungk und Grotheer sichern Silber und Bronze
Deutsche Skeleton-Erfolge: Jungk und Grotheer holen Medaillen

Deutsche Skeleton-Erfolge bei Olympia: Jungk und Grotheer sichern Silber und Bronze

Bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo hat das deutsche Skeleton-Team einen beeindruckenden Auftakt hingelegt. Axel Jungk und Christopher Grotheer erkämpften sich mit Silber und Bronze zwei wertvolle Medaillen hinter dem britischen Olympiasieger Matt Weston. Die deutschen Athleten feierten ihren Erfolg mit Deutschland-Fahnen neben dem Briten und sorgten für eine starke Performance, die auch bei den deutschen Frauen zur Halbzeit auf Medaillenkurs deutet.

Jungk erfüllt sich erneut olympischen Traum

Der 34-jährige Axel Jungk holte sich nach Silber 2022 in Peking erneut olympisches Edelmetall. Nach dem Zieldurchlauf flippte er mit einem Riesenschrei aus und erfüllte sich damit einen weiteren Olympia-Traum, obwohl er zuvor über einen Rücktritt nachgedacht hatte. Von Beginn an zeigte er solide Fahrten und kommentierte: „Perfekt wird hier keiner fahren, dafür hatten wir nur 50 Läufe.“ Weltmeister Matt Weston war mit Bahnrekorden im zweiten, dritten und vierten Lauf nah dran an der Perfektion.

Jungk, der ursprünglich aus Sachsen stammt, wurde von seinem Fanclub im Cortina Sliding Centre mit einem Transparent „Unser Dortmunder Jung“ gefeiert. Er erklärte seine Verbindung zu Dortmund: „Ich wohne jetzt in Dortmund seit zweieinhalb Jahren. Ich bin alles oder nichts, würde ich sagen.“ Der WM-Dritte betonte seine Heimatverbundenheit zum Erzgebirge und zu Dresden, aber auch zu Dortmund, wo er mit Teamkollegin Jacqueline Pfeifer neue Impulse sammelte.

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Grotheer überwindet Verletzungsprobleme

Für Peking-Olympiasieger Christopher Grotheer bedeutet die Bronzemedaille einen versöhnlichen Abschluss einer schwierigen Saison. Der 33-Jährige vom BRC Thüringen hatte enorme Verletzungsprobleme, darunter eine Muskelquetschung an den Adduktoren in Lillehammer und einen Muskelfaserriss in der Wade in Winterberg. Im Zielraum umarmte er erleichtert Frau und Kind, die ihn in Cortina unterstützten.

Grotheer sagte über seine Herausforderungen: „Da war mir echt der Stecker gezogen.“ Erst beim Weltcup-Finale konnte er aufatmen und seine Saison neu beginnen. Felix Keisinger vom WSV Königssee belegte Rang sechs und rundete das deutsche Ergebnis ab.

Neue Materialien und politische Kontroversen

Die Medaillengewinne gewinnen zusätzlich an Wert, da das deutsche Team ein gewisses Risiko mit neuem Material einging. Die maximal 45 Kilogramm schweren Männer-Schlitten wurden erstmals im Wettkampf gefahren, mit verbesserter Aerodynamik, die nach dem Weltcup-Finale in Altenberg getestet wurde. Jungk dankte den Mechanikern und Trainern für ihre Arbeit: „Ein großes Dankeschön an unser Mechaniker und Trainer, die hatten viele schlaflose Nächte in den vergangenen Wochen.“

Überschattet wurden die Rennen von der Disqualifikation des Ukrainers Wladislaw Heraskewytsch, der kurz vor dem Start ausgeschlossen wurde, weil er einen Helm mit politischen Botschaften tragen wollte. Das Internationale Olympische Komitee hatte dies mehrfach untersagt, und auch ein Einspruch beim Sportgerichtshof Cas wurde abgewiesen.

Insgesamt markieren die Erfolge von Jungk und Grotheer einen starken Start für Deutschland bei den Olympischen Winterspielen und unterstreichen die Leistungsfähigkeit des deutschen Skeleton-Sports trotz technischer und persönlicher Herausforderungen.

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