Deutsche Skeleton-Frauen holen Silber und Bronze bei Olympia in Cortina
Deutsche Skeleton-Frauen: Silber und Bronze bei Olympia

Deutsche Skeleton-Frauen glänzen mit Silber und Bronze bei Olympischen Spielen

Bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo haben die deutschen Skeleton-Frauen einen beeindruckenden Doppelerfolg gefeiert. Die Debütantin Susanne Kreher sicherte sich sensationell die Silbermedaille, während die erfahrene Jaqueline Pfeifer nach einer langen Durststrecke Bronze gewann. Nur die Österreicherin Janine Flock war nicht zu schlagen und holte souverän Gold.

Emotionale Feier am Fuß der Eisbahn

Arm in Arm standen Kreher und Pfeifer nach dem Wettkampf am Fuß des anspruchsvollen Eiskanals von Cortina und feierten mit der deutschen Fahne ihren doppelten Medaillenerfolg. „Das sind tolle Leistungen, dass wir im Skeleton mit vier Medaillen rausgehen. Das ist unfassbar“, sagte ein sichtlich bewegter Verbandschef Thomas Schwab. Besonders freute er sich für Olympia-Neuling Kreher: „Sie muss das, glaube ich, erst noch verarbeiten. Es freut mich natürlich riesig.“

Krehers beeindruckendes Olympia-Debüt

Die 27-jährige Sächsin aus Annaberg-Buchholz ging ihr erstes olympisches Rennen „entspannt und mit Freude“ an, wie sie selbst betonte. Dabei hatte sie ihr Olympia-Ticket erst im allerletzten Moment beim Weltcup-Finale in Altenberg gelöst. Kreher, die 2023 überraschend Weltmeisterin in St. Moritz wurde, lieferte vier solide Läufe ab und fehlten am Ende nur 0,30 Sekunden zu Gold.

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Ihr Tattoo „You are good enough“ scheint Programm zu sein – es ist nur eines von rund 30 Tattoos auf ihrem Körper. „Meine Stärke ist die Konstanz“, erklärte die ehemalige 400-Meter-Läuferin, die seit 2020 mit Trainer Stefan Poser in Dresden zusammenarbeitet.

Pfeifers Comeback nach Durststrecke

Für Jaqueline Pfeifer bedeutete die Bronzemedaille ein emotionales Comeback. Nach Silber 2018 in Pyeongchang hatte die Athletin eine lange Durststrecke durchlaufen. In Cortina lag sie am Ende 0,44 Sekunden hinter Goldgewinnerin Flock. Im zweiten Lauf erreichte sie mit 125 Stundenkilometern einen beeindruckenden Bahnrekord.

Spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um Gold

Das Rennen um Gold blieb bis zum Schluss spannend. Janine Flock, die 2018 in ähnlicher Position die Nerven verloren hatte und nur Vierte wurde, zeigte diesmal Nervenstärke. Die 36-jährige Österreicherin erlaubte sich keinen Fehler und siegte souverän über alle vier Läufe hinweg.

Die deutsche Bilanz im neuen Eiskanal von Cortina verbesserte sich damit auf insgesamt neun Medaillen. Im Skeleton hatten bereits Axel Jungk (Silber) und Christopher Grotheer (Bronze) Edelmetall gewonnen. Zuvor hatte das Rodel-Team fünf Medaillen abgeräumt.

Innovative Ausrüstung kommt zum Einsatz

Wie schon die Männer fuhren auch die Frauen mit nagelneuen FES-Schlitten, die mit 38 Kilogramm deutlich leichter sind als die bisherigen 45-Kilogramm-Modelle. „Wir haben das bewusst so gemacht, auch wenn einige unserer Athleten schon nervös geworden sind“, erklärte Cheftrainer Christian Baude. Die Geräte mit verbesserter Aerodynamik wurden erst nach dem Weltcup-Finale in Altenberg getestet.

Die Skeleton-Wettbewerbe in Cortina enden am Sonntag mit der olympischen Premiere der Team-Staffel, bei der die deutschen Athleten weitere Medaillenchancen haben.

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