Deutsches Mixed-Team im Skispringen nach Halbzeit auf Medaillenkurs
Eine olympische Medaille ist für das deutsche Mixed-Team im Skispringen nach vier von acht Sprüngen weiterhin in greifbarer Nähe. Das Quartett des Deutschen Skiverbands (DSV) um den frischgebackenen Olympiasieger Philipp Raimund belegt nach dem ersten Durchgang von der Normalschanze in Predazzo den vierten Platz, hat aber Bronze fest im Visier.
Knapper Rückstand auf die Medaillenränge
Mit einer Gesamtpunktzahl von 502,1 Punkten hat das deutsche Team umgerechnet lediglich etwa vier Meter Rückstand auf das drittplatzierte Norwegen, das 510,8 Punkte vorweisen kann. Die Führung übernahm nach überzeugenden Leistungen Slowenien mit 526,9 Punkten, das vor vier Jahren bei den Olympischen Spielen in Peking triumphiert hatte. Auf dem zweiten Rang positionierte sich Japan mit 517,2 Punkten.
Olympiasieger Philipp Raimund, der nur 24 Stunden nach seinem historischen Einzelsieg antrat, zeigte mit einer Weite von 98,0 Metern eine solide Leistung. Sein Teamkollege Felix Hoffmann landete bei 100,5 Metern, während Agnes Reisch mit 95,5 Metern einen guten Sprung ablieferte. Etwas enttäuschend fiel dagegen der Sprung von Vizeweltmeisterin Selina Freitag aus, die nur auf 91,5 Meter kam.
Historischer Vergleich und Nominierungsentscheidungen
Bei der olympischen Premiere des Mixed-Team-Wettbewerbs im Jahr 2022 hatte Deutschland nach einer Disqualifikation von Katharina Schmid lediglich den enttäuschenden zehnten Platz belegt. Die damalige Fahnenträgerin Schmid war diesmal nicht für die gemischte Mannschaft nominiert worden, nachdem sie im Einzelwettbewerb nur drittbeste Deutsche gewesen war. Diese Entscheidung des DSV scheint sich bisher zu bewähren, da das Team trotz des vierten Platzes deutlich besser abschneidet als vor vier Jahren.
Die zweite Hälfte des Wettbewerbs verspricht spannend zu werden, denn mit dem knappen Rückstand von nur vier Metern auf Norwegen bleibt alles offen. Die deutschen Springerinnen und Springer müssen in den letzten vier Sprüngen ihre Leistung noch einmal steigern, um den Anschluss an die Medaillenränge zu halten oder sogar zu verbessern. Die Konzentration liegt nun voll auf den finalen Durchgängen, in denen sich entscheiden wird, ob das deutsche Team eine olympische Medaille erringen kann.



