Olympia 2026: Deutscher Skiverband steht vor historisch schwächster Bilanz
DSV droht historische Negativbilanz bei Olympia

Olympia 2026: Deutscher Skiverband steht vor historisch schwächster Bilanz

Bei den Winterspielen in Mailand und Cortina droht dem Deutschen Skiverband (DSV) eine historische Negativbilanz. Bislang haben deutsche Athletinnen und Athleten auf Skiern lediglich vier Medaillen gewonnen – so wenige wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Diese bescheidene Ausbeute umfasst ein Gold, zwei Silber und eine Bronze und stellt den DSV vor eine ernste Herausforderung in den verbleibenden Wettbewerben.

Ein Rückblick auf die Medaillenhistorie des DSV

Das bisher numerisch schwächste Abschneiden seit der Wiedervereinigung datiert aus dem Jahr 1992. Damals wurden in insgesamt 33 Wettbewerben acht Medaillen errungen, wobei sieben davon aus dem Biathlon und eine aus dem alpinen Skisport stammten. Seit diesem Tiefpunkt war die Medaillenausbeute des DSV bei allen folgenden Winterspielen stets zweistellig.

Im Jahr 1994 konnten in 35 Wettbewerben 13 Medaillen gewonnen werden, 1998 wurde exakt dieselbe Bilanz erreicht. Ein Rekord wurde 2002 mit 19 Medaillen in 40 Wettbewerben aufgestellt, der bis heute Bestand hat. Vier Jahre später folgten 18 Plaketten in 42 Entscheidungen, 2010 waren es 15 in 44 Wettkämpfen.

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2014 reichte es noch für elfmal Edelmetall bei 50 Wettbewerben, 2018 wurden 16 Medaillen in 51 Entscheidungen erkämpft. Vor vier Jahren in Peking sicherten sich die deutschen Skisportler erneut elf Medaillen bei damals 55 Wettbewerben. Die aktuelle Situation in Italien mit nur vier Medaillen bei bereits 57 Wettbewerben in sechs Sportarten markiert somit einen deutlichen Rückschritt.

Verbleibende Chancen für den DSV in Italien

Um die Bilanz noch aufzubessern, bleiben dem Deutschen Skiverband nicht mehr viele Möglichkeiten. Im Biathlon ruhen die Hoffnungen auf der Frauen-Staffel und Franziska Preuß im Massenstart. Im Langlauf und in der Nordischen Kombination setzt der Verband auf die Teamsprints.

Bei den alpinen Skisportlern werden Emma Aicher und Lena Dürr im Slalom als Medaillenkandidatinnen gehandelt. Die Ski-Freestyler vertrauen auf ihre starken Crosser, um noch Edelmetall zu ergattern. Die verbleibenden Wettbewerbe werden entscheidend sein, ob der DSV die historisch schwächste Bilanz seit der Wiedervereinigung vermeiden kann.

Die Entwicklung der Medaillenausbeute zeigt, wie sich der internationale Wettbewerb im Skisport intensiviert hat. Während die Anzahl der Wettbewerbe von 33 im Jahr 1992 auf 57 im Jahr 2026 gestiegen ist, kämpft der DSV nun mit einer deutlich geringeren Erfolgsquote.

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