Biathlon-Olympiasiegerin Julia Simon: Fingergeste als Antwort auf Kritiker und Skandal
Julia Simons Fingergeste bei Olympia: Antwort auf Kritik

Biathlon-Star Julia Simon triumphiert mit Gold und deutlicher Geste

Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Antholz, Italien, hat die französische Biathletin Julia Simon ihre zweite Goldmedaille gewonnen. Im Einzelwettkampf über 15 Kilometer siegte die 29-Jährige souverän und überquerte die Ziellinie mit einer auffälligen Geste: Sie hielt den rechten Zeigefinger vor ihren Mund, was allgemein als Aufforderung zum Schweigen interpretiert wurde.

Geste richtet sich gegen französischen Journalisten

Im Anschluss an ihren Triumph erklärte Simon auf einer Pressekonferenz die Bedeutung ihrer Handlung. „Es war für eine Person, er weiß das“, sagte die Athletin zunächst knapp. Später gab sie gegenüber dem schwedischen Medium Aftonbladet detailliertere Einblicke. „Das war gegen einen französischen Journalisten. Ich habe am Dienstag einen Artikel gelesen. Er hat sehr schlechte Dinge über mich geschrieben“, so Simon. Sie wollte mit der Geste deutlich machen, dass sie die kritischen Berichte zur Kenntnis genommen habe und der Reporter stattdessen über den Sport berichten solle.

Hintergrund: Betrugsverurteilung im Herbst 2025

Die Kritik an Julia Simon ist nicht unbegründet. Im Oktober 2025 wurde sie vom Strafgericht in Albertville wegen Diebstahls und Kreditkartenbetrugs verurteilt. Die Opfer waren ihre Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet und eine Physiotherapeutin des französischen Nationalteams. Das Gericht verhängte eine dreimonatige Bewährungsstrafe und eine Geldstrafe von 15.000 Euro. Seitdem versucht Simon, diesen Skandal hinter sich zu lassen und sich vollständig auf ihre sportliche Karriere zu konzentrieren.

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Simon appelliert an Medien und „Hater“

Die Olympiasiegerin nutzte ihren Erfolg, um eine klare Botschaft zu senden. „Ich glaube, ich muss niemandem mehr etwas beweisen. Das Kapitel ist innerhalb des Teams abgeschlossen“, betonte sie. Gleichzeitig richtete sie einen Appell an die Öffentlichkeit: „Hört damit auf, das wäre wirklich für alle sehr angenehm“. Simon erwähnte auch, dass sie in den vergangenen Tagen zahlreiche Hass-Kommentare im Internet erhalten habe, insbesondere von Personen, die sie im Sport schlage. Ihr Olympiasieg sei die beste Antwort darauf.

Teamkollegin Braisaz-Bouchet reagiert zurückhaltend

Justine Braisaz-Bouchet, die im selben Rennen die Silbermedaille gewann und eines der Betrugsopfer war, äußerte sich verhalten zur Beziehung mit Simon. „Um ehrlich zu sein, sind wir keine besonders guten Freundinnen. Wir sind nur Teamkolleginnen“, erklärte sie. Dennoch betonte sie, dass beide erwachsen seien und miteinander klarkämen, jeder kümmere sich um seine eigenen Angelegenheiten.

Mit diesem Sieg hat Julia Simon nicht nur ihre sportliche Klasse unter Beweis gestellt, sondern auch ein deutliches Zeichen im Umgang mit medialer Kritik und persönlichen Anfeindungen gesetzt. Ob ihre Bitte um Ruhe von den Medien und der Öffentlichkeit erhört wird, bleibt abzuwarten.

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