Der SC Magdeburg steht kurz vor dem Gewinn der deutschen Meisterschaft in der Handball-Bundesliga. Der Tabellenführer kann bereits am kommenden Sonntag den Titel perfekt machen, wenn er sein Heimspiel gegen den HSV Hamburg gewinnt und die Verfolger patzen. Sollte dies nicht gelingen, kommt es am 21. Mai zum Showdown gegen den Zweiten Flensburg-Handewitt.
Dominanz ohne Konkurrenz
Anders als in der Vorsaison, als die Entscheidung erst am letzten Spieltag fiel, fehlt dem Meisterkampf in diesem Jahr die Spannung. Der SCM thront seit November an der Spitze und ließ nur wenige Punkte liegen. Selbst ein kleiner Leistungseinbruch nach der EM-Pause änderte nichts an der Dominanz. Experte Stefan Kretzschmar hatte Magdeburg bereits im September zum Meister gekürt – und liegt damit richtig.
Der Weg zum Titel
Um den ersten Matchball zu nutzen, benötigt Magdeburg einen Sieg gegen Hamburg und gleichzeitig, dass die Füchse Berlin in Kiel höchstens ein Unentschieden holen und Flensburg-Handewitt gegen Lemgo verliert. Sollte die Entscheidung vertagt werden, empfängt der SCM am 21. Mai Flensburg zum Spitzenspiel. „Wann es passiert, ist uns egal. Hauptsache, es passiert“, sagte Rechtsaußen Tim Hornke, der nach der Saison seine Karriere beendet.
Der Traum vom Double
Nach dem überraschenden Pokal-Aus im Halbfinale gegen den Bergischen HC ist die Gier auf die Meisterschaft umso größer. „Es gibt noch zwei Titel zu gewinnen. Wir dürfen nicht zurückschauen“, appellierte Hornke. Der Juni könnte für Magdeburg glanzvoll werden: Am 7. Juni winkt die silberne Meisterschale, eine Woche später der goldene Champions-League-Pokal beim Final Four in Köln. Die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert hat sich in der Königsklasse bereits für das Halbfinale qualifiziert, wo sie auf starke Gegner wie Berlin, Barcelona oder Aalborg trifft.
Stärke in der Breite
Die Magdeburger überzeugen durch ihre außergewöhnliche Kaderbreite. „Sie sind auf allen Positionen doppelt mit Weltklasse besetzt“, lobte Kretzschmar. Der Vorsprung ist so groß, dass sich der SCM in den verbleibenden fünf Spielen sogar drei Niederlagen erlauben könnte. Die Konkurrenz kann nur hoffen, dass Magdeburg noch einmal schwächelt – doch danach sieht es derzeit nicht aus.



