Kanada bezwingt Olympiasieger Finnland und steht im Eishockey-Finale
Kanada schlägt Finnland und steht im Olympia-Finale

Kanada bezwingt Olympiasieger Finnland und steht im Eishockey-Finale

Bei den Olympischen Winterspielen hat die kanadische Eishockey-Nationalmannschaft ein hartes Stück Arbeit geleistet und den amtierenden Olympiasieger Finnland mit 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) geschlagen. Damit steht Kanada am Sonntag (14.10 Uhr) im Finale des olympischen Eishockeyturniers. Der Gegner im Endspiel wird am Freitagabend (21.10 Uhr) zwischen den USA und Slowakei ermittelt, das zuvor Deutschland besiegt hatte.

Dramatischer Sieg in letzter Minute

Erst 35 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit erzielte Nathan MacKinnon (30) von den Colorado Avalanche den entscheidenden Treffer in Überzahl. Der Videobeweis bestätigte das wichtige Tor, das Kanada den Einzug ins Finale sicherte. Der Erfolg gegen den Olympiasieger war erwartet worden, doch dass Kanada auf seinen verletzten Superstar Sidney Crosby (38) verzichten musste, war anfangs deutlich spürbar.

Mit zunehmender Spielzeit fand das kanadische Team jedoch immer besser in die Partie und stellte sich optimal auf den finnischen Gegner ein. Beide Teams verfügten über 24 NHL-Spieler in ihren Kadern, wobei die Kanadier im Vorfeld als stärker eingeschätzt worden waren.

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Finnland startet stark, Kanada holt auf

Im ersten Drittel zeigten sich die Finnen überlegen und schossen deutlich öfter auf das kanadische Tor als umgekehrt. Die Nordamerikaner wirkten ungewohnt abwartend und kamen nur langsam ins Spiel. Erst gegen Ende des ersten Abschnitts rissen sie das Heft an sich, doch genau in diese Phase fiel das 1:0 für Finnland durch Mikko Rantanen (29) von den Dallas Stars, der aus dem Bully heraus in Überzahl traf (17. Minute).

Auch nach der ersten Pause blieb Finnland hellwach und erhöhte durch Erik Haula (34) von den Nashville Predators in Unterzahl auf 2:0 (24. Minute). Das kanadische Team um Super-Stürmer Connor McDavid (29), Teamkollege von Leon Draisaitl (30) bei den Edmonton Oilers, schien kurzzeitig die Orientierung zu verlieren, fing sich dann aber wieder.

Kanadische Aufholjagd begeistert Publikum

Kanada kam nach und nach besser in die Partie und ließ die Finnen kaum noch zur Entfaltung kommen. Die logische Folge war der Anschlusstreffer von Sam Reinhart (30) von den Florida Panthers in Überzahl (35. Minute). Danach blieben die Kanadier am Drücker und spielten nur noch auf ein Tor.

Vor den Augen von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry (42) und ihrer Familie wurden viele Chancen vergeben, doch der Schlagschuss von Shea Theodore (30) von den Vegas Golden Knights saß (51. Minute). Die Stimmung in der Arena erreichte nun den Siedepunkt. Die übergroße Mehrheit der Zuschauer unterstützte Kanada und war nach dem 0:2 mucksmäuschenstill gewesen. Die Aufholjagd brachte sie jedoch in Feierlaune.

Als Nathan MacKinnon schließlich 35 Sekunden vor Ende den Siegtreffer markierte, rastete das Publikum aus – zumindest der kanadafreundliche Teil. Das Team hat nun die Chance, die Goldmedaille zu gewinnen und damit den Olympiasieg von Finnland zu beerben.

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