Olympia-Silber für Kreher: Sächsische Skeletoni feiert Traum-Coup in Cortina
Mit einem sensationellen zweiten Platz bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo hat die deutsche Skeletoni Susanne Kreher für eine große Überraschung gesorgt. Die Athletin aus Sachsen, die ursprünglich nur mit einem Last-Minute-Ticket zu den Spielen gereist war, konnte ihren silbernen Erfolg im Eiskanal zunächst kaum fassen.
„Fühlt sich an wie ein Traum“ – Krehers emotionale Reaktion
„Nach den Trainingsläufen hätte ich das nie für möglich gehalten“, gestand die Überraschungs-Weltmeisterin von 2023 nach ihrem olympischen Debüt. „Ich war schon relativ weit weg von den Schnellsten.“ Erst mit etwas zeitlichem Abstand zur tränenreichen Siegerehrung im Cortina Sliding Centre realisierte die Sportlerin vom Dresdner SC allmählich die Dimension ihres Erfolges.
Besonders ungewohnt war für die Olympia-Neulingin die Nacht zwischen den Wettkampfläufen. „Das ist doch mal das Besondere bei Olympia. Da muss man noch eine Nacht drüber schlafen und nochmal abliefern“, erklärte Kreher, die wie Rodel-Königin Julia Taubitz aus Annaberg-Buchholz stammt. „Mir wäre es lieber gewesen, dass alles schon gestern vorbei gewesen wäre.“
Vier solide Läufe bringen Silbermedaille
Mit vier konstanten und fehlerarmen Läufen sicherte sich die deutsche Starterin den zweiten Platz. Lediglich die Österreicherin Janine Flock erwies sich als unantastbar und raste zum verdienten Olympiasieg. Krehers Leistung war umso bemerkenswerter, als sie in den Trainingsläufen noch nicht zu den Favoritinnen gezählt worden war.
Pfeifer erkämpft sich Bronze nach schwierigem Rennen
Während Kreher ihren Traum-Coup feierte, hatte Teamkollegin Jacqueline Pfeifer mit ganz anderen Herausforderungen zu kämpfen. Die Athletin von der RSG Hochsauerland, die im zweiten Lauf sogar Bahnrekord gefahren war und den Weltcup-Auftakt auf der neu gebauten Bahn gewonnen hatte, bezeichnete ihr Rennen als „ein Kampf“.
„Irgendwie war das Rennen ein Kampf für mich“, analysierte Pfeifer. „Ich bin im Training sehr gut zurechtgekommen. Ich konnte es dann jeweils in den ersten Läufen des Tages nicht so in die Bahn bringen. Hab zu viele Fehler gemacht.“ Entscheidend für den Bronzerang waren nach ihren Worten die zweiten Läufe, die sie „gerettet haben“, sowie die „mega gute Materialabstimmung“ durch ihr Team.
Deutsches Skeleton-Team zeigt starke Leistung
Die beiden Medaillengewinnerinnen betonten die hervorragende Arbeit ihres gesamten Teams. „Unser ganzes Team ist da top aufgestellt“, lobte Pfeifer die Unterstützung im Hintergrund. Für das deutsche Skeleton-Team bedeuten die beiden Podestplätze einen beachtlichen Erfolg bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo und unterstreichen die internationale Konkurrenzfähigkeit der deutschen Athletinnen in dieser anspruchsvollen Wintersportdisziplin.



