Lena Dürr startet mit positivem Mindset in die Olympischen Winterspiele in Italien
Die deutsche Skirennfahrerin Lena Dürr hat ihr persönliches Olympia-Drama von den Winterspielen 2022 in Peking nach eigener Aussage vollständig verarbeitet und blickt nun mit großer Zuversicht auf die aktuellen Wettkämpfe in Cortina d'Ampezzo. Die 34-jährige Münchnerin, die ihre dritten Olympischen Spiele bestreitet, spricht offen über ihre Erfahrungen und ihre aktuelle Vorbereitung.
Positive Erinnerungen an den Peking-Slalom trotz Medaillenverpassung
„Ich habe den Tag wirklich als richtig guten Tag in Erinnerung mittlerweile“, erklärt Dürr über ihren damaligen Slalomwettbewerb in China, bei dem sie nur um Haaresbreite eine Medaille verpasste. Die Sportlerin betont, dass sie den Wettkampf sportlich betrachtet als einen ihrer besten Karrieretage ansieht. „Sportlich gesehen war es wahrscheinlich für mich der beste Tag, den ich in meiner Karriere hatte“, so die Athletin. Die fehlenden Hundertstelsekunden, die damals nicht auf ihrer Seite waren, sieht sie heute gelassen.
Dürr war beim Olympia-Slalom vor vier Jahren mit der Startnummer eins angetreten, hatte nach dem ersten Durchgang überraschend geführt und war im Finale dann auf den undankbaren vierten Platz zurückgefallen. Im Nachhinein gewann sie immerhin noch eine Silbermedaille mit der deutschen Mannschaft im Team-Event.
Aktuelle Vorbereitung und Wettkampfpläne in Cortina d'Ampezzo
In den italienischen Alpen startet Lena Dürr für Deutschland im Riesenslalom am Sonntag und im Slalom am kommenden Mittwoch. Der Slalom gilt als ihre Paradedisziplin – 2023 sicherte sie sich hier WM-Bronze. Die Sportlerin vom SV Germering berichtet von intensiven Trainingseinheiten in den vergangenen zwei Wochen. „Ich habe richtig, richtig gut trainiert“, erklärt sie. Im aktuellen Weltcup, in dem sie diese Saison erst einen Podestplatz erreichte, fehlte ihr zuletzt etwas das gewohnte Wettkampfgefühl.
Dürr will nun den positiven Schwung ihrer Teamkolleginnen Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann in die Spiele in Norditalien mitnehmen. Die junge Aicher gewann auf der Piste Olimpia delle Tofane bereits zwei Silbermedaillen – eine in der Abfahrt und eine in der Team-Kombination mit Weidle-Winkelmann.
Teamgeist und Zuschauerrolle
Die anfängliche Enttäuschung, selbst nicht für das Team-Event nominiert worden zu sein, hat Dürr offenbar schnell überwunden. Sie gibt zu, dass es nie einfach sei, bei solchen Rennen nur zuzusehen. „Aber die Mädels haben einen großartigen Job gemacht“, lobt sie die Leistung ihrer Kolleginnen. Diese positive Einstellung und der Fokus auf das eigene Können prägen ihre Herangehensweise an die aktuellen Wettkämpfe.
Mit dieser mentalen Stärke und der intensiven Vorbereitung geht Lena Dürr optimistisch in ihre Wettkämpfe in Cortina d'Ampezzo, wo sie hofft, ihre positiven Erinnerungen an Peking in konkrete Erfolge umwandeln zu können.



