Letzte Medaillenchance für deutsche Nordische Kombinierer bei Olympia
Für die deutschen Nordischen Kombinierer verlaufen die Olympischen Winterspiele in Italien bisher enttäuschend. Nach schwachen Leistungen im Einzelwettbewerb bleibt nur noch eine letzte Gelegenheit auf Edelmetall: der Teamsprint am Donnerstag. Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger vertreten dabei die deutsche Mannschaft unter Bundestrainer Eric Frenzel.
Rydzek zeigt im Training deutliche Verbesserung
Im Skisprung-Training in Predazzo präsentierte sich Johannes Rydzek deutlich verbessert gegenüber dem Vortag. Der 34-jährige Athlet sprang auf respektable 129 und 131,5 Meter und belegte damit die Plätze drei und zwei im Trainingsranking. Zwar fehlten viele starke Konkurrenten bei dieser Trainingseinheit, dennoch gibt Rydzeks Leistung Anlass zur Hoffnung für das entscheidende Team-Event.
Tags zuvor hatte Rydzek im Einzelwettbewerb auf der Großschanze nur 123,5 Meter erreicht und damit bereits vor dem Langlaufrennen jede Medaillenchance verspielt. Auch Teamkollege Vinzenz Geiger enttäuschte mit einem Sprung auf 120,5 Meter. Der 28-jährige Olympiasieger von 2022 ließ das anschließende Training komplett aus.
Motiviertes Team will historisches Debakel verhindern
Um nicht erstmals seit den Winterspielen 1998 komplett ohne Medaille nach Hause zu reisen, benötigen die deutschen Kombinierer im Teamsprint unbedingt einen Podestplatz. „Wir sind alle hochmotiviert. Wir lassen uns nicht so schnell unterkriegen und greifen auf jeden Fall nochmal an“, betonte Geiger nach den enttäuschenden Einzelergebnissen.
Der Wettkampf beginnt um 10 Uhr mit dem Skispringen in Predazzo, gefolgt vom entscheidenden Langlaufrennen in Tesero ab 14 Uhr. Die Übertragung erfolgt bei ARD und Eurosport.
DOSB kämpft für olympische Zukunft der Nordischen Kombination
Parallel zum sportlichen Geschehen diskutiert der Deutsche Olympische Sportbund intensiv über die Zukunft der Nordischen Kombination bei Olympischen Spielen. Noch ist unklar, ob die traditionsreiche Sportart 2030 in Frankreich weiterhin Teil des olympischen Programms sein wird.
„Die Nordische Kombination ist ein traditionsreicher und prägender Bestandteil der Olympischen Winterspiele“, erklärte DOSB-Präsident Thomas Weikert. „Sie steht seit 1924 ununterbrochen im olympischen Programm und verkörpert in besonderer Weise die Vielfalt und Faszination des Wintersports.“
Der DOSB kündigte an, sich „an allen erdenklichen Stellen“ für einen Verbleib der Sportart im Olympia-Programm einzusetzen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auch auf der möglichen Aufnahme von Kombiniererinnen in zukünftige Wettbewerbe.



