Lochner vor Olympia-Gold im Zweierbob: Friedrich mit großem Rückstand
Lochner vor Olympia-Gold: Friedrich weit zurück

Lochner greift nach erstem Olympia-Gold: Friedrich abgeschlagen

Cortina d'Ampezzo – Johannes Lochner steht kurz vor dem größten Triumph seiner Karriere. Der deutsche Bobpilot führt nach den ersten beiden Läufen im Zweierbob der Olympischen Winterspiele 2026 mit einem beeindruckenden Vorsprung von 0,80 Sekunden auf den verfolgenden Francesco Friedrich. Damit könnte der 35-Jährige aus Berchtesgaden zum Abschluss seiner 15-jährigen Laufbahn endlich die lang ersehnte Goldmedaille gewinnen.

Historische Leistung mit Start- und Bahnrekord

Gleich im ersten Durchgang demonstrierte Lochner zusammen mit seinem Anschieber Georg Fleischhauer seine überragende Form. Das Duo legte einen spektakulären Start- und Bahnrekord hin und baute damit sofort eine deutliche Führung auf. Mit dieser Leistung nahmen sie dem viermaligen Olympiasieger Friedrich und seinem Partner Alexander Schüller bereits 0,48 Sekunden ab – eine Ewigkeit im hochpräzisen Bobsport.

Selbst das dritte deutsche Team um Adam Ammour und Alexander Schaller war im ersten Lauf vier Hundertstelsekunden schneller als Friedrichs Bob. Diese Dominanz setzte sich im zweiten Durchgang fort, obwohl Lochner fast fehlerfrei blieb und seine Führung weiter ausbaute.

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Friedrichs Aufholjagd misslingt

Für Francesco Friedrich aus Pirna verlief der Wettkampf bisher enttäuschend. Der Mitfavorit, der mit einer weiteren Goldmedaille zum erfolgreichsten Bobpiloten in der Olympia-Geschichte aufsteigen könnte, hatte bereits am Start Probleme und war eine Hundertstelsekunde langsamer als Lochner. Im weiteren Verlauf unterliefen ihm mehrere Fahrfehler, bei denen er mehrfach die Banden berührte.

„Die Abstimmung mit dem Material funktionierte nicht optimal, ähnlich wie schon in den letzten Weltcup-Rennen“, analysierten Experten die Schwierigkeiten des viermaligen Olympiasiegers. Dennoch sicherte sich Friedrich mit Schüller vorläufig den zweiten Platz, da Ammour und Schaller im zweiten Lauf mit mehreren Fahrfehlern zu kämpfen hatten und auf Rang drei zurückfielen.

Weltcup-Dominanz setzt sich fort

Johannes Lochner setzt seine überragende Form aus dem Weltcup konsequent fort. In dieser Saison gewann er mit Fleischhauer bereits sechs von sieben Rennen und zeigt nun auch bei den Olympischen Spielen seine ganze Klasse. Besonders bemerkenswert: Vor vier Jahren in Peking musste sich Lochner noch zweimal hinter Friedrich mit Silber begnügen.

Der 35-Jährige beweist an den Lenkseilen des Bobs eine bemerkenswerte Präzision und Ruhe. Fast fehlerfrei navigierte er durch das anspruchsvolle Cortina Sliding Centre und baute seinen Vorsprung systematisch aus.

Comic-Ehre für das deutsche Bob-Duo

Das spannende Duell zwischen Lochner und Friedrich hat sogar Eingang in die Popkultur gefunden. Im Micky-Maus-Magazin wurden beide Piloten in einer speziellen Geschichte „duckifiziert“. In „Rivalen der Bobbahn“ kämpfen sie als Comicfiguren im Eiskanal um die Rettung von Donald Duck.

Der Verlag begründete diese ungewöhnliche Ehre mit den Worten: „Sie verkörpern Leidenschaft sowie Ehrgeiz und haben beide Humor.“ Eine Anerkennung, die die besondere Stellung der beiden deutschen Bob-Assen in der Sportwelt unterstreicht.

Die Entscheidung im Zweierbob fällt an diesem Dienstag mit den beiden abschließenden Läufen. Bei der derzeitigen Führung von 0,80 Sekunden gilt Johannes Lochner als klarer Favorit auf die Goldmedaille, während Francesco Friedrich einen kleinen Wunder braucht, um noch an die Spitze zu gelangen.

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