Olympia-Schock für Eiskunstlauf-Star Malinin
Der als "Vierfach-Gott" gefeierte Eiskunstlauf-Weltmeister Ilia Malinin hat bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand eine herbe Niederlage erlitten. Nach einer völlig verpatzten Kür im Einzelwettbewerb blieb der hoch gewettete US-Amerikaner überraschend ohne Medaille und landete nur auf dem achten Platz.
"Definitiv kein angenehmes Gefühl"
"Das war definitiv kein angenehmes Gefühl", sagte ein sichtlich geschockter Malinin nach seinem enttäuschenden Auftritt. Der 21-Jährige, der aus dem Kurzprogramm noch mit einer komfortablen Führung hervorgegangen war, konnte in der Kür nicht an seine gewohnte Leistung anknüpfen. "All die Jahre des Trainings, die Vorbereitung darauf – es ging einfach viel zu schnell vorbei", gestand der Athlet.
Malinin beschrieb seine Erfahrung auf dem Eis als völlig desorientierend: "Ich hatte keine Zeit, zu verarbeiten, was ich tun sollte oder irgendetwas anderes. Es ging alles so schnell. Es war fast so, als ob ich gar nicht mehr wusste, wo ich im Programm war."
Technische Probleme und Stürze
Der Wettkampf begann für Malinin bereits mit einem schweren Patzer. Beim vierfachen Axel, seinem Paradestück, riss er auf und verlor die Kontrolle über den Sprung. Im weiteren Verlauf der Kür landete der Weltmeister mehrfach unsanft auf dem Eis und konnte seine technische Überlegenheit nicht ausspielen.
"Normalerweise habe ich mehr Zeit und ein besseres Gefühl dafür, wie es läuft", erklärte Malinin. "Aber diesmal ging alles so schnell vorbei, und ich hatte wirklich keine Zeit, etwas zu ändern oder den Ablauf anzupassen."
Der Olympiafluch und der enorme Druck
Der US-Amerikaner verwies auf den besonderen Druck bei Olympischen Spielen: "Der Druck bei Olympia ist enorm. Man sagt ja, es gäbe einen Olympiafluch, dass der Goldfavorit bei Olympia immer schlecht läuft. Und genau so ist es dann auch."
Besonders bitter für Malinin: Noch vor der Kür hatte er sich siegessicher gefühlt. "Vor der Kür war ich sehr zuversichtlich, fühlte mich richtig gut – und dann ist es plötzlich vorbei. Plötzlich gleitet dir das, was du in Händen hältst, wieder weg."
Neue Medaillengewinner
Das Gold im Eiskunstlauf-Einzel der Männer ging stattdessen an den kasachischen Vize-Weltmeister Michail Schaidorow, der nach dem Kurzprogramm noch auf Rang fünf gelegen hatte. Silber holte der Japaner Yuma Kagiyama, Bronze sicherte sich dessen Landsmann Shun Sato.
Für Malinin bedeutet das Ergebnis einen schweren Rückschlag, nachdem er bei den gleichen Spielen noch im Teamwettbewerb Olympiasieger geworden war. Der als "Vierfach-Gott" bezeichnete Athlet, der für seine außergewöhnliche Fähigkeit bekannt ist, vierfache Sprünge zu landen, muss nun die verpasste Einzelmedaille verarbeiten.



