Olympia 2026: Pinker Paradiesvogel aus München schreibt Ski-Geschichte für Südafrika
Eine junge Münchnerin lebt bei den Olympischen Winterspielen 2026 ihren größten Traum – allerdings startet sie nicht für Deutschland, sondern für ihr zweites Heimatland Südafrika. Die erst 18-jährige Lara Markthaler fällt im internationalen Ski-Zirkus nicht nur durch ihre auffälligen pinken Haare auf, sondern auch durch ihre außergewöhnliche Biografie und ihre inspirierende Persönlichkeit.
Weltbürgerin mit besonderer Verbindung zu München und Südafrika
Lara Markthaler wurde als Tochter eines Deutschen und einer Südafrikanerin in München geboren und lernte dort bereits im Alter von eineinhalb Jahren ihre ersten Skischwünge in der Nähe von Dachau. „Mein Vater hat mir das Skifahren beigebracht. Das war dann mehr Schneeballwerfen als Skifahren“, erinnert sich die Athletin mit einem Lächeln. Erst als ihre Familie nach Kanada zog, wurde der Skisport zum ernsthaften Unterfangen.
„München fühlt sich immer wie daheim an, weil ich dort viele Jahre gelebt habe – aber genauso Südafrika“, beschreibt Markthaler ihre besondere emotionale Bindung zu beiden Ländern. Diese doppelte Verbindung führte schließlich zu der Entscheidung, für Südafrika anzutreten, das mit nur sechs Athleten bei den Olympischen Winterspielen vertreten ist.
Social-Media-Star mit pinkem Markenzeichen
Mit über 115.000 Followern auf Instagram hat sich Lara Markthaler bereits eine beachtliche Fangemeinde aufgebaut. Ihre pink gefärbten Haare, die sie ursprünglich aus einer Laune heraus nach dem Umstieg auf Homeschooling färbte, sind inzwischen zu ihrem unverwechselbaren Markenzeichen geworden. „Viele meiner Instagram-Follower sehen mich damit und sagen zu mir: ‚Hey, ich hab dich an deinen pinken Haaren erkannt‘“, verrät die junge Sportlerin.
Ihre Rolle als „Paradiesvogel im Skizirkus“ genießt sie sichtlich: „Mir macht auch meine Rolle als Paradiesvogel im Skizirkus wahnsinnig viel Spaß“, erklärt Markthaler, die damit nicht nur auf ihre außergewöhnliche Erscheinung, sondern auch auf ihre ungewöhnliche sportliche Laufbahn anspielt.
Inspiration durch Lindsey Vonn und große Ziele
Als großes Vorbild nennt Lara Markthaler die US-amerikanische Ski-Legende Lindsey Vonn. „Sie ist einfach so stark – und nicht nur rein skifahrerisch, sondern auch von ihrer Persönlichkeit her“, schwärmt die Münchnerin. Besonders beeindruckt sie, wie Vonn mit Fans und Medien umgeht und dabei stets unterhaltsam und glamourös auftritt.
Doch Markthaler hat nicht nur Spaß am Sport und an der Aufmerksamkeit – sie verfolgt auch ambitionierte Ziele. Ähnlich wie der für Brasilien startende Alpin-Star Lucas Braathen möchte sie Kinder in Südafrika inspirieren, Skisport zu betreiben. „Ich hoffe, falls ich eines Tages mal so gut im Weltcup fahre wie er, einen ähnlichen Effekt zu haben“, erklärt die 18-Jährige.
Historische Premiere am 19. Geburtstag
Ihre olympische Premiere feiert Lara Markthaler im Riesenslalom – und das ausgerechnet an ihrem 19. Geburtstag am 15. Februar. Bereits im Vorjahr erlebte sie bei der WM in Saalbach-Hinterglemm einen unvergesslichen Moment, als ihr 20.000 Menschen ein Geburtstagsständchen sangen. „Das war einer der vielen Momente an diesem Tag, in denen ich Freudentränen vergossen habe“, erinnert sich die Athletin bewegend.
Zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele hat die Familie einiges in Kauf genommen. Seit November trainiert Markthaler in Cortina, um sich an die besondere Atmosphäre zu gewöhnen. „Heute durfte ich sogar neben Mikaela Shiffrin trainieren“, berichtet sie glücklich von einem besonderen Erlebnis während der Vorbereitung.
Als erste alpine Skiläuferin Südafrikas in der olympischen Geschichte schreibt Lara Markthaler nicht nur Sportgeschichte, sondern zeigt auch, wie Sport Grenzen überwinden und Menschen auf der ganzen Welt inspirieren kann. Mit ihrer einzigartigen Persönlichkeit, ihrem pinken Markenzeichen und ihrer bewegenden Geschichte ist sie bereits jetzt eine der faszinierendsten Figuren der Olympischen Winterspiele 2026.



