Olympia 2026: Megan Oldham triumphiert im Big Air trotz widriger Bedingungen
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Livigno hat sich ein spannendes Duell im Big Air der Frauen entschieden. Unter schwierigen Wetterbedingungen setzte sich die Kanadierin Megan Oldham durch und holte die Goldmedaille. Die chinesische Freestyle-Superstar Eileen Gu, die bei den Spielen 2022 in Peking erfolgreich war, musste sich mit Silber zufriedengeben.
Schneetreiben verzögert den Wettkampf
Der erste Lauf des Big-Air-Contests begann mit mehr als einer Stunde Verspätung. Grund dafür waren die widrigen Wetterbedingungen in Livigno, wo dichtes Schneetreiben herrschte. Viele Helfer kämpften darum, die Schanze und den Hang wettkampftauglich zu halten. Trotz der schwierigen Umstände gab es keine schwerwiegenden Stürze mit ernsten Folgen während des Medaillenkampfes.
Ergebnisse und Punktevergabe
Megan Oldham erreichte mit starken Sprüngen 180,75 Punkte und sicherte sich damit den Olympiasieg. Eileen Gu landete mit 179,00 Punkten auf dem Silberrang. Die Bronzemedaille ging an die Italienerin Flora Tabanelli, die 178,25 Punkte erzielte. Im Big Air zeigen die Athletinnen nach einem Sprung über eine große Rampe Tricks in der Luft und müssen sicher landen. Für die Punktevergabe werden der Schwierigkeitsgrad, die saubere Ausführung, die Höhe und die Landung berücksichtigt. Zwei von drei Versuchen kommen in die Wertung.
Ausfälle und Verletzungen
Nicht teilnehmen konnten die beiden Schweizerinnen Mathilde Gremaud und Anouk Andraska, die bereits im Probedurchgang stürzten. Nach Angaben des Verbandes verletzte sich Gremaud an der Hüfte und Andraska am Handgelenk. Diese Ausfälle beeinflussten den Wettkampfverlauf, da beide als starke Kontrahentinnen galten.
Keine deutsche Beteiligung im Finale
Bereits in der Qualifikation war Muriel Mohr als einzige deutsche Starterin gescheitert. Die 19-Jährige hatte sich kurz vor dem Olympia-Start einer Verletzungsoperation unterzogen und landete außerhalb der besten Zwölf, die am Finale teilnehmen durften. Damit gab es im Finale des Big Air keine deutsche Beteiligung, was für die deutsche Mannschaft eine Enttäuschung darstellte.
Insgesamt zeigte der Wettkampf, dass trotz der herausfordernden Bedingungen in Livigno die Athletinnen Höchstleistungen erbringen konnten. Megan Oldhams Goldmedaille unterstreicht ihre Dominanz in dieser Disziplin und markiert einen Höhepunkt der Olympischen Winterspiele 2026.



