Vorzeitige Abreise bei Olympia 2026: Langläufer Mika Vermeulen zieht Konsequenzen
In einer klaren Konsequenz nach enttäuschenden Leistungen hat der österreichische Langläufer Mika Vermeulen seinen Startplatz über die 50 Kilometer bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Val di Fiemme, Italien, abgesagt und ist vorzeitig abgereist. Der 26-Jährige begründete seine Entscheidung mit den nicht erfüllten Erwartungen und der realistischen Einschätzung seiner Medaillenchancen.
„Es tut weh und ist eine riesige Enttäuschung“
„Wir sind hierher gefahren, um Medaillen zu machen und nicht darum zu kämpfen, nicht überrundet zu werden. Das sind nicht unsere Ansprüche“, erklärte der enttäuschte Österreicher. Nach einem 27. Platz über 10 Kilometer und einer Trainingspause aufgrund eines Infekts um Weihnachten sah Vermeulen keine realistische Chance auf eine Verbesserung. „Man muss einsehen, dass das Niveau momentan so ist, wie es ist. Die Chance, dass es beim 50er besser wird, ist sehr minimal“, fügte er hinzu.
Der Athlet zeigte sich frustriert, aber auch bemüht, positiv nach vorne zu blicken: „Es tut weh und ist eine riesige Enttäuschung. Ich kann es aber nicht mehr ändern, sondern muss es annehmen, wie es ist.“
Gesundheitliche Gründe und Zukunftsperspektiven
Vermeulen plant nun, in der Heimat Kraft zu tanken und sich ärztlich untersuchen zu lassen. „Vielleicht gibt es ja einen Grund im Körper, warum es nicht läuft“, spekulierte er. Trotz der aktuellen Rückschläge bleibt das große Ziel Olympia präsent: „Ich bin 26 und war sicher nicht das letzte Mal dabei. In vier Jahren fahren wir nach Frankreich und geben wieder Gas“, äußerte er sich optimistisch für die Olympischen Spiele 2030.
Auswirkungen auf den Wettkampf
Der 50-Kilometer-Lauf der Männer findet am Samstag, den 21. Februar 2026, ab 11:00 Uhr ohne Vermeulen statt. Als Topfavorit gilt der norwegische Ausnahmeläufer Johannes Hösflot Kläbo. Während Vermeulen das Rennen aus seiner Heimat verfolgen wird, kämpfen die verbliebenen Langläufer im Marathon um die Medaillen.
Diese vorzeitige Abreise unterstreicht die hohen Ansprüche und den Druck, dem Spitzensportler bei Großereignissen wie den Olympischen Spielen ausgesetzt sind. Für Mika Vermeulen markiert sie einen Wendepunkt, der Raum für Regeneration und Vorbereitung auf zukünftige Herausforderungen bietet.



