Olympia-Abbruch im Schneetreiben: Deutsche Skispringer knapp ohne Medaille
Olympia-Abbruch: Deutsche Skispringer verpassen Medaille

Olympia-Abbruch im Schneetreiben: Deutsche Skispringer knapp ohne Medaille

Der letzte Skisprung-Wettbewerb der Olympischen Winterspiele in Italien endete mit einem dramatischen Abbruch und einer enttäuschenden Platzierung für das deutsche Team. Philipp Raimund und Andreas Wellinger verpassten im Super Team auf der Großschanze in Predazzo eine Medaille denkbar knapp und belegten nur den vierten Rang.

Wettkampfabbruch bei starkem Schneefall

Der Wettbewerb musste im laufenden dritten und letzten Durchgang bei extremen Schneefallbedingungen abgebrochen werden. Die Entscheidung der Wettkampfleitung führte dazu, dass das Ergebnis nach lediglich zwei Durchgängen gewertet wurde. Diese Regelung kostete das deutsche Duo möglicherweise eine Bronzemedaille, denn ihnen fehlten am Ende nur 0,3 Punkte auf den dritten Platz.

Die Goldmedaille sicherten sich die Österreicher Jan Hörl und Stephan Embacher mit einer überzeugenden Leistung. Silber ging an das polnische Team mit Pawel Wasek und Kacper Tomasiak, während die Norweger Johann Andre Forfang und Kristoffer Eriksen Sundal die Bronzemedaille erhielten.

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Premiere des Super Teams bei Olympischen Spielen

Der Wettbewerb im Val di Fiemme markierte eine Premiere bei Olympischen Winterspielen. Im Gegensatz zum traditionellen Mannschaftswettbewerb mit vier Athleten pro Nation traten beim Super Team nur zwei Springer je Land an. Die besten Nationen absolvierten dabei jeweils drei Sprünge, bevor der Wettkampf abgebrochen wurde.

Gemischte Bilanz für deutsche Skispringer

Der knappe Medaillenverpasst lenkt von einer ansonsten enttäuschenden Olympia-Bilanz der deutschen Skispringer ab. Weder die Männer noch die Frauen schafften es in weiteren Wettkämpfen auf das Podest. Die letzte Medaille für deutsche Skispringer bei Winterspielen datiert aus dem Jahr 2010 in Kanada, als die Mannschaft um Martin Schmitt Silber im Teamspringen gewann.

Für Philipp Raimund bleiben die Spiele dennoch in positiver Erinnerung. Der 25-Jährige reiste nach Italien, ohne jemals einen Weltcup-Sieg errungen zu haben, und kehrt nun mit einer Goldmedaille von den Normalschanzen-Wettkämpfen nach Hause zurück. Diese persönliche Leistung stellt einen bemerkenswerten Höhepunkt in seiner Karriere dar.

Der vorzeitige Abbruch des Wettkampfes unter schwierigen Wetterbedingungen sorgte für ein spektakuläres Finale der Skisprung-Wettbewerbe, das jedoch für die deutschen Athleten ohne Medaillenehrung endete.

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