Olympia-Drama in Cortina d'Ampezzo: Vonn-Sturz löst Bestürzung aus
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina d'Ampezzo hat sich am Sonntag ein schockierender Vorfall ereignet. Die amerikanische Ski-Legende Lindsey Vonn ist während der Abfahrt auf der Piste Olimpia delle Tofane nach nur 13 Sekunden schwer gestürzt und blieb für längere Zeit regungslos liegen. Die 41-Jährige, die trotz eines gerissenen Kreuzbands im linken Knie an den Start gegangen war, verfing sich mit dem Arm an einem Tor, verdrehte sich und kam spektakulär zu Fall.
Schmerzensschreie und sofortige Hilfe
Nach dem Aufprall schrie Vonn mehrmals laut vor Schmerzen, während sie am Boden lag. Betreuer eilten sofort zu Hilfe, doch die Kniestellung der Athletin ließ Schlimmes befürchten. Eurosport-Expertin Martina Lechner forderte angespannt: „Macht doch mal die Ski auf! Bitte mal die Ski öffnen!“ Kommentator Wolfgang Nadvornik ergänzte besorgt, dass Vonn mit „verdrehten Knie da liege“.
Familie und Zuschauer unter Schock
Im Ziel herrschte nach dem Vorfall eine bedrückende Stille. Vonns Familie, die unter den Zuschauern saß, reagierte fassungslos. Ihre Schwester Karin Kildow sagte bei NBC: „Das war definitiv das Letzte, was wir sehen wollten. Es ging so schnell. Sie hat einfach alles gewagt. Sie hat alles gegeben. Es ist wirklich schwer mitanzusehen, aber wir hoffen, dass es ihr gut geht.“ Etwa 15 Minuten nach dem Sturz wurde Vonn schließlich per Hubschrauber unter dem Applaus der Anwesenden abtransportiert.
Reaktionen der Ski-Community
Die deutsche Silbermedaillengewinnerin Emma Aicher äußerte sich im ZDF bestürzt: „Ich habe gleich weggeschaut. Ich weiß also gar nicht, was passiert ist. Ich hoffe, dass es nichts allzu Schlimmes ist und es ihr gut geht. Gute Besserung.“ Auch die Schweizerin Janine Schmitt zeigte sich auf SPORT1-Nachfrage besorgt.
Ski-Superstar Mikaela Shiffrin postete kurz nach dem Sturz ein gebrochenes Herz sowie drei Emojis mit betenden Händen auf ihren Social-Media-Kanälen. Die ehemalige Skirennläuferin Tina Maze kritisierte, Vonn habe „zu viel riskiert, hier heute ins Rennen zu gehen“. Deutschlands Ex-Ass Viktoria Rebensburg sagte bei Eurosport: „Der Sturz sah fürchterlich aus. Wir wussten alle, dass es heute nur zwei Möglichkeiten für sie gab - alles riskieren, dann zu stürzen - oder eben eine Medaille zu holen.“
Expertenkommentare voller Sorge
ZDF-Kommentator Julius Hilfenhaus hatte Vonns Verletzungslage zu Beginn ihrer Fahrt thematisiert, bevor er den Sturz kommentierte: „Verletzung ja, nein, das spielt alles keine Rolle mehr. Sie fährt und das Einzige, was zählt, ist die Zeit. Und sie stürzt! Lindsey Vonn ist gestürzt.“ Ex-Skifahrer Marco Büchel reagierte mit den Worten: „Nein, nein, nein! Autsch, au, au, au.“ Hilfenhaus fügte hinzu: „Und sie hält sich das Knie. Schauen Sie in die Gesichter. Es ist totenstill hier unten.“
Vonn hatte bei einem Sturz bei der Weltcup-Abfahrt am vergangenen Freitag in Crans-Montana zusätzlich zu ihrem Kreuzbandriss noch Knochenprellungen erlitten und einen lädierten Meniskus. Die genaue Diagnose nach dem Olympia-Sturz steht noch aus, doch die Bilder des Vorfalls werden noch lange in Erinnerung bleiben.



