Olympia-Silber mit Tränen: Rodlerin Eitberger nennt Medaillentag emotionalsten Moment
Olympia-Silber mit Tränen: Eitbergers emotionaler Tag

Olympia-Silber mit gemischten Gefühlen: Rodlerin Eitberger durchlebt emotionalen Ausnahmetag

Bei den Olympischen Winterspielen 2026 hat die deutsche Rodlerin Dajana Eitberger gemeinsam mit ihrer Teamkollegin Magdalena Matschina einen historischen Erfolg gefeiert. Die beiden Athletinnen sicherten sich die Silbermedaille im erstmals ausgetragenen Doppelsitzer-Wettbewerb der Frauen – ein Meilenstein für den Rodelsport. Doch hinter diesem Triumph verbarg sich für die 35-jährige Eitberger ein Tag voller emotionaler Turbulenzen.

„Gefühlt der schlimmste Tag“: Tränen statt pure Freude

„Es war der gefühlt schlimmste Tag“, gestand Eitberger im Nachgang des Wettkampfes gegenüber den Medien. Die erfahrene Rodlerin, die bereits 2018 im Einsitzer Olympia-Silber gewonnen hatte, schilderte einen emotionalen Ausnahmezustand: „Es ging schon mit dem Aufstehen los. Ich war heute sehr emotional, habe im Zehn-Minuten-Takt nur geheult und weiß gar nicht wieso.“

Besonders bewegend war für die Mutter eines fünfjährigen Sohnes die Trennung von ihrer Familie. „Ich habe seit heute Morgen um 7 Uhr nur geheult und meinen Sohn unfassbar vermisst. Ich habe ihn mehrfach angerufen“, erklärte sie bei Eurosport. In der ARD richtete sie persönliche Worte an ihren Sohn Levi: „Levi, heute habe ich dich besonders vermisst – ganz liebe Grüße, ich hab dich sehr lieb. Ich hoffe, du hast fleißig mit Oma und Opa Daumen gedrückt.“

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Karriereende nach der Saison: Ein Rückblick voller Emotionen

Die Silbermedaille markiert für Eitberger nicht nur einen weiteren Höhepunkt, sondern auch das nahende Ende ihrer erfolgreichen Karriere. Nach der aktuellen Saison wird die Rodlerin den Sport professionell beenden. „Ich habe viel Revue passieren lassen. In den letzten acht Jahren hat sich in meinem Leben so viel verändert“, reflektierte sie die bewegte Zeit.

Bereits 2022 hatte Eitberger eine Vorahnung, dass noch etwas Großes bevorstehen könnte. „Ich habe zu Chris, Levis Papa, gesagt: Gibst du mir nochmal vier Jahre? Ich hatte so ein Gefühl: Da kommt noch was Großes und ich sollte ein Stück weit recht behalten.“ Damals dachte sie allerdings noch nicht an den Doppelsitzer, wie sie betonte.

Überzeugungsarbeit für den Doppelsitzer: Eine erfolgreiche Partnerschaft

Zur Saison 2023/24 wechselte Eitberger dann auf den Zweisitzer und bildet seit zwei Wintern ein Duo mit der 15 Jahre jüngeren Magdalena Matschina. Diese Entscheidung fiel nicht leicht: „Der Leiti (Bundestrainer Patric Leitner) musste mich auf den Damen-Doppelsitzer regelrecht bebetteln, aber es war die richtige Entscheidung“, gestand die 35-Jährige.

Die Zusammenarbeit mit Matschina entwickelte sich zu einer besonderen Verbindung. „Die ganze Arbeit, das Wiederaufstehen hat sich gelohnt. Dass ich mich nochmal im Teamsport finde, hätte ich nicht gedacht. Magdalena ist mir eine tolle Freundin geworden“, resümierte Eitberger über ihre erfolgreiche Partnerschaft.

Ein historischer Moment für den Rodelsport

Der Doppelsitzer-Wettbewerb der Frauen stellte bei diesen Olympischen Winterspielen eine Premiere dar und erweitert die Disziplinen im Rodeln um eine weitere Kategorie. Der Erfolg des deutschen Duos unterstreicht die Stärke des deutschen Rodelsports und setzt ein Zeichen für die Gleichberechtigung im Wintersport.

Für Dajana Eitberger bleibt dieser Tag trotz aller emotionalen Herausforderungen ein besonderer Moment in ihrer Karriere. Mit zwei Olympia-Silbermedaillen in unterschiedlichen Disziplinen verlässt sie den Spitzensport als eine der erfolgreichsten Rodlerinnen ihrer Generation – auch wenn der Weg dorthin an diesem Februartag von unerwarteten Tränen begleitet wurde.

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