Olympia-Skeleton: Silber für Kreher und Bronze für Pfeifer im deutschen Medaillenrausch
Skeleton: Silber für Kreher, Bronze für Pfeifer bei Olympia

Deutsche Skeleton-Pilotinnen glänzen mit Silber und Bronze bei Olympischen Spielen

Die deutsche Medaillenjagd im Eiskanal von Cortina d'Ampezzo setzt sich in beeindruckender Weise fort. Nach den Erfolgen der männlichen Schlittensportler am Vortag haben nun auch die deutschen Skeleton-Pilotinnen Susanne Kreher und Jacqueline Pfeifer bei den Olympischen Winterspielen 2026 mit Edelmetall auf sich aufmerksam gemacht.

Überraschendes Silber für Olympiadebütantin Kreher

Die 27-jährige Susanne Kreher vom Dresdner SC feierte ein geradezu sensationelles Olympiadebüt. Die frühere Weltmeisterin, die die Weltcupsaison nur auf dem sechsten Rang beendet hatte, raste überraschend auf den zweiten Platz und sicherte sich die Silbermedaille. Nur der überragenden Österreicherin Janine Flock musste sie sich geschlagen geben. „Ein derart starkes Ergebnis war bei Kreher nicht unbedingt zu erwarten gewesen“, kommentieren Experten den überraschenden Erfolg der jungen Athletin.

Bronze für erfahrene Pfeifer

Die 31-jährige Jacqueline Pfeifer von der RSG Hochsauerland, die 2018 in Pyeongchang noch unter ihrem Mädchennamen Lölling Olympiasilber gewonnen hatte, sicherte sich diesmal die Bronzemedaille. Die als Mitfavoritin gestartete Athletin, die den Weltcup in Cortina Anfang November gewonnen hatte, konnte mit der späteren Siegerin Flock nur bei ihrem Bahnrekord im zweiten Lauf mithalten. Acht Jahre nach ihrem ersten Olympiasieg kehrt Pfeifer damit erneut mit Edelmetall von den Spielen zurück.

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Deutsche Dominanz im Eiskanal setzt sich fort

Für die deutschen Schlittensportler sind dies bereits die achte und neunte Medaille im siebten Rennen im Eiskanal von Cortina. Die Erfolgsserie begann mit den Rodlern um Deutschlands Rekord-Winterolympioniken Tobias Wendl und Tobias Arlt, die mit dreimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze eindrucksvoll vorlegten. Am Freitag folgten dann die Skeleton-Herren Axel Jungk (Silber) und Christopher Grotheer (Bronze) mit ihren Medaillengewinnen.

Die deutsche Skeleton-Mannschaft präsentiert sich damit in herausragender Verfassung. Peking-Olympiasiegerin Hannah Neise verpasste das Podium als Vierte nur knapp, was die Stärke des deutschen Teams zusätzlich unterstreicht. Die 25-jährige Winterbergerin ging trotz einer starken Vorstellung vier Jahre nach ihrem Überraschungsgold von Peking diesmal leer aus.

Österreichischer Triumph und weitere Medaillenchancen

Die 36-jährige Janine Flock aus Österreich feierte bei ihren vierten Olympischen Spielen derweil ihr erstes Gold und sorgte für den ersten österreichischen Sieg im Eiskanal von Cortina. Sie war bereits mit einem knappen Vorsprung vor den deutschen Pilotinnen in den zweiten Wettkampftag gegangen.

Für die deutschen Athleten gibt es bereits am Sonntagabend die nächste Medaillenchance: Im erstmals olympischen Mixed-Team werden Axel Jungk, Christopher Grotheer, Susanne Kreher und Jacqueline Pfeifer erneut an den Start gehen und versuchen, die beeindruckende Medaillenausbeute des deutschen Schlittensports weiter zu erhöhen.

Die deutschen Skeleton-Frauen haben mit ihrem Mannschaftsergebnis alle Erwartungen übertroffen und bewiesen, dass der deutsche Schlittensport zu den weltweit stärksten Nationen in dieser Disziplin gehört. Die Medaillen von Kreher und Pfeifer sind nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch ein Beleg für die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit und das erfolgreiche Mannschaftskonzept des deutschen Bob- und Schlittenverbandes.

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