Trotz Olympia-Medaillen: Skeleton-Stars Jungk und Grotheer verzichten auf Alkohol
Skeleton-Stars verzichten trotz Medaillen auf Alkohol

Trotz Medaillenerfolg: Deutsche Skeleton-Asse setzen auf Disziplin

Die deutschen Skeleton-Stars Axel Jungk und Christopher Grotheer haben bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo mit Silber und Bronze für große Freude gesorgt. Doch statt ausgiebiger Feiern herrscht bei beiden Athleten absolute Disziplin. Beide verzichten bewusst auf Alkohol, denn am Sonntag steht mit der Premiere des Mixed-Teamwettbewerbs die nächste große Chance auf Edelmetall bevor.

Jungk: "Alkohol ist strikt verboten"

Axel Jungk, der wie bereits vor vier Jahren in Peking die Silbermedaille gewann, gestand zwar: "Ich würde so gerne ein Bierchen aufmachen." Doch der 31-Jährige fügte entschlossen hinzu: "Aber ich hatte gestern brutal mit Krämpfen zu tun. Deswegen ist Alkohol strikt verboten. Wir haben in zwei Tagen noch das Team-Rennen."

Für die olympische Premiere der Mixed-Staffel, bei der je ein Mann und eine Frau ein Team bilden, ließ sich Jungk sogar zu einer deutlichen Kampfansage hinreißen: "Wenn ich es nicht alleine schaffe, will ich Matt wenigstens im Team schlagen. Das ist das große Ziel." Der Deutsche hatte sich im Einzelwettbewerb nur dem überragenden Briten Matt Weston geschlagen geben müssen, der mit 0,88 Sekunden Vorsprung nach vier Läufen triumphierte.

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Grotheer: Bronze und Blick nach vorn

Christopher Grotheer folgte vier Jahre nach seinem Goldcoup von Peking mit 1,07 Sekunden Rückstand auf dem dritten Rang. Die Erleichterung über Bronze war dem Oberhofer nach einer schwierigen Saison mit Verletzungsproblemen deutlich anzumerken. In Partylaune war der 33-Jährige jedoch nicht.

"Ich habe so lange nichts mehr getrunken, dann bin ich wahrscheinlich übel schnell voll", sagte Grotheer mit einem Lachen. "Es wird eher eine Apfelschorle." Zudem betonte er seine Motivation für das anstehende Rennen: "Ich habe Bock auf das Rennen am Sonntag um 18.00 Uhr. Da will ich noch einmal richtig Gas geben."

Deutsche Erfolgsserie im Eiskanal

Für die deutschen Schlittensportler waren die Medaillen von Jungk und Grotheer bereits die sechste und siebte Auszeichnung im sechsten Rennen bei diesen Spielen. Die Rodler um Deutschlands Rekord-Winterolympioniken Tobias Wendl und Tobias Arlt hatten in den vergangenen Tagen mit dreimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze eindrucksvoll vorgelegt und die deutsche Erfolgsserie im Eiskanal von Cortina fortgesetzt.

Beide Skeleton-Asse zeigen mit ihrer disziplinierten Haltung, dass für sie der Wettkampf noch nicht beendet ist. Während andere Athleten nach Medaillengewinnen feiern würden, konzentrieren sich Jungk und Grotheer voll und ganz auf die nächste Herausforderung. Die Premiere des Mixed-Teamwettbewerbs verspricht spannende Duelle und die Chance auf weitere olympische Ehren für das deutsche Team.

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