Olympia-Skandal: Ukrainischer Skeletoni wegen Gedenk-Helms disqualifiziert
Ukrainischer Skeletoni wegen Gedenk-Helms disqualifiziert

Olympia-Skandal: Ukrainischer Skeletoni wegen Gedenk-Helms disqualifiziert

Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo werden von einem politischen Konflikt überschattet. Der ukrainische Skeletoni Wladyslaw Heraskewytsch wurde disqualifiziert, weil er mit einem speziellen Gedenk-Helm antreten wollte. Der 27-Jährige hatte auf seinem Helm die Bilder von 20 Sportlerinnen und Sportlern angebracht, die im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ums Leben gekommen sind.

Das IOC verbietet politische Botschaften

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) untersagte Heraskewytsch die Nutzung des Helms und berief sich dabei auf Regel 50.2 der Olympischen Charta. Diese verbietet ausdrücklich politische Propaganda und Demonstrationen an Wettkampfstätten oder auf Sportkleidung. IOC-Sprecher Mark Adams schlug dem Athleten stattdessen vor, mit einem schlichten Trauerflor zu starten.

Doch der Ukrainer beharrte auf seinem Helm und fuhr damit in allen Trainingsläufen. Ein Showdown war absehbar, der nun in der Disqualifikation gipfelte. Heraskewytsch teilte selbst mit, dass er nicht starten dürfe. Damit hat der Sport einen Aufreger-Moment, der weit über die Wettkämpfe hinaus Kreise ziehen wird.

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Der siebte Olympiatag im Überblick

Während sich dieser Konflikt zuspitzt, gehen die Wettkämpfe weiter. Am siebten Tag der Winterspiele werden in zahlreichen Disziplinen Medaillen vergeben:

  • 11.30 Uhr: Super-G der Frauen
  • 12.55 Uhr: Ski Freestyle, Buckelpiste der Männer
  • 13.00 Uhr: Skilanglauf, 10 km Freistil der Frauen
  • 15.01 Uhr: Snowboard Cross der Männer
  • 16.30 Uhr: Eisschnelllauf, 5000 m der Frauen
  • 18.30 Uhr: Rodeln Teamstaffel
  • 20.28 Uhr: Snowboard Halfpipe der Frauen
  • 21.31 Uhr: Shorttrack, 500 m der Frauen
  • 21.43 Uhr: Shorttrack, 1000 m der Männer

Deutsche Medaillenchancen bestehen vor allem im Super-G der Frauen mit Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann. Abends ist Deutschland in der Rodel-Teamstaffel der große Favorit. Ein weiteres Highlight verspricht der Snowboard-Wettbewerb der Frauen: Halfpipe-Legende Chloe Kim aus den USA könnte zum dritten Mal in Folge olympisches Gold gewinnen.

Ein Konflikt mit Symbolkraft

Die Disqualifikation von Wladyslaw Heraskewytsch wirft grundsätzliche Fragen auf. Einerseits betont das IOC die politische Neutralität des Sports, andererseits geht es hier um das Gedenken an getötete Sportkollegen in einem aktuellen Krieg. Der Fall zeigt, wie schwierig die Abgrenzung zwischen persönlichem Gedenken und politischer Botschaft im Spitzensport sein kann.

Für die Ukraine ist diese Entscheidung besonders schmerzhaft, da das Land bereits seit Jahren unter den Folgen des Krieges leidet. Die Bilder auf Heraskewytschs Helm erinnern daran, dass der Konflikt auch die Sportwelt nicht verschont hat. Ob das IOC mit seiner strikten Auslegung der Regeln im Recht ist oder hier menschliches Mitgefühl fehlt, wird nun international diskutiert werden.

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