Kondom-Nachschub für Olympisches Dorf: Valentinstag sorgt für hohe Nachfrage
Bei den Olympischen Winterspielen in Italien läuft es offenbar nicht nur auf den Sportstätten heiß. Nachdem in der ersten Wettkampfwoche die kostenlosen Kondome in den Athletendörfern zeitweise ausgegangen waren, haben die Organisatoren nun schnellen Nachschub versprochen. Das italienische Organisationskomitee bestätigte am Samstag, dass die Vorräte vorübergehend erschöpft waren.
Höhere Nachfrage als erwartet
„Wir können bestätigen, dass die Kondom-Vorräte in den Olympischen Dörfern vorübergehend erschöpft waren – aufgrund höherer Nachfrage als erwartet“, erklärte das Komitee. Zusätzliche Lieferungen sollten zwischen Samstag und Montag in alle vier Athletendörfer verteilt werden. Im Vergleich zu den Sommerspielen 2024 in Paris, wo rund 300.000 Kondome für mehr als 10.500 Athleten bereitlagen, war der Vorrat bei den Winterspielen deutlich kleiner.
Nur 10.000 Kondome für 2.900 Athleten
In Italien wurden lediglich 10.000 Kondome ausgegeben, die auf die vier Standorte Mailand, Cortina d'Ampezzo, Predazzo und Livigno verteilt wurden. Bei den Winterspielen gehen allerdings auch nur etwa 2.900 Athletinnen und Athleten an den Start. Dennoch waren die Kondome im olympischen Dorf in Cortina d'Ampezzo laut Angaben eines Sportlers bereits nach drei Tagen vergriffen.
IOC-Sprecher kommentiert die Situation
IOC-Sprecher Mark Adams sagte am Samstag mit einem Augenzwinkern: „Ich glaube, 10.000 wurden genutzt, bei 2.800 Athleten – da kann man sich seinen Teil denken.“ Mit Blick auf den Valentinstag fügte er hinzu: „Es zeigt eindeutig, dass der Valentinstag im Dorf in vollem Gange ist.“ Die kostenlose Bereitstellung von Kondomen bei Olympischen Spielen hat längst Kultstatus erreicht und ist eine Tradition, die bis zu den Spielen 1988 in Seoul zurückreicht.
Tradition mit Kultfaktor
Für viele Sportlerinnen und Sportler sind die bunten Kondompäckchen nicht nur praktisch, sondern auch ein beliebtes Souvenir. Nach dem kurzfristigen Engpass versichern die Organisatoren, dass es bis zur Schlussfeier am 22. Februar keine weiteren Probleme geben soll. Die Vorräte würden kontinuierlich aufgefüllt, um die Nachfrage bis zum Ende der Spiele zu decken.



