Rodel-Legenden Wendl/Arlt: 'So eine Vorfreude hatten wir noch nie' vor Olympia 2026
Wendl/Arlt: 'So eine Vorfreude hatten wir noch nie' vor Olympia

Rodel-Dominatoren Wendl/Arlt: 'So eine Vorfreude hatten wir noch nie' vor Olympia 2026

Die erfolgreichsten Doppelsitzer der Rodelgeschichte, Tobias Wendl und Tobias Arlt, bereiten sich mit ungebrochener Leidenschaft auf ihre vierten Olympischen Winterspiele in Cortina d'Ampezzo vor. Im exklusiven Interview sprechen die beiden deutschen Spitzenathleten über ihre Vorfreude, die Herausforderungen der neuen Bahn und ihre Pläne für das Karriereende am heimischen Königssee.

Perfektes Einfahren auf der Olympiabahn in Cortina

Tobias Arlt berichtet von den ersten Fahrten auf der italienischen Eisrinne: "Wir haben uns die Bahn erarbeitet und festgestellt, dass sie uns ganz gut liegt. Wir kommen gut mit ihr zurecht und haben Spaß, was auf jeden Fall schon mal ein gutes Zeichen war." Im Vergleich zu früheren Olympia-Bahnen in Peking und Sotschi, die anfangs als herausfordernd oder gar gefährlich empfunden wurden, fühlten sich Wendl und Arlt in Cortina von Beginn an wohl.

Tobias Wendl ergänzt: "Wir hatten in Cortina so ein kleines Déjà-vu: In Sotschi kamen wir 2014 auch zur Bahn hin und sind von Anfang an dort gut zurechtgekommen. Da kommt man gut rein, und dann macht das auch einfach Spaß." Die beiden Rodler entschieden sich bewusst, gleich mit Wettkampfstart herunterzufahren und waren bereits ab der zweiten Fahrt voll im Element.

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Fittestes Duo aller Zeiten

Die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2026 verlief intensiv. Tobias Arlt verrät: "Im Sommertraining waren wir etwa 5.000 bis 6.000 Kilometer mit dem Rad unterwegs. Wir hatten die Räder auch im Herbst in Cortina mit dabei, sind jeden Tag mit dem Rad an die Bahn gefahren und nach dem Training auch mal um den Monte Cristallo geradelt." In der Olympia-Saison gönnten sie sich bewusst die eine Wiederholung mehr, um das Beste aus ihren Körpern herauszuholen.

Tobias Wendl fasst selbstbewusst zusammen: "Unterm Strich kann man sagen, dass das fitteste Wendl/Arlt-Duo dasteht, das es je gegeben hat." Trotz ihres Alters von je 38 Jahren und einer gemeinsamen Rodelkarriere von über 20 Jahren im Doppelsitzer brennt die Leidenschaft unvermindert weiter.

Ungebrochene Leidenschaft nach drei Jahrzehnten

Auf die Frage, ob der Sport nach rund 30 Jahren nicht langweilig werden könnte, antwortet Tobias Wendl entschieden: "Der Spaß und das Kribbeln sind immer noch da. Das muss sein, denn wenn das nicht mehr da ist, dann sind wir hier verkehrt." Wer die beiden kennt, weiß um ihre Fokussierung bei gleichzeitigem Spaß am Wettkampf.

Tobias Arlt betont die gelassene Herangehensweise: "Wir müssen keinem mehr etwas beweisen. Wir machen uns keinen Druck und keinen Stress, sondern versuchen das alles zu genießen." Diese Einstellung könnte der Schlüssel zu ihrem anhaltenden Erfolg sein.

Karriereende am heimischen Königssee

Mit bereits sechs Goldmedaillen in der Sammlung und dem Ziel auf zwei weitere in Cortina stellt sich die Frage nach dem Karriereende. Tobias Arlt verrät die konkreten Pläne: "Wir wollen gern zuhause am Königssee unser letztes Rennen fahren." Allerdings steht die Bahn seit dem Murenabgang 2021 noch nicht vollständig zur Verfügung.

Tobias Wendl ergänzt: "Wir würden gern den Fans etwas zurückgeben und eine gute Party feiern." Bis dahin konzentrieren sich die beiden jedoch voll auf die Olympischen Spiele 2026, wo sie als erfolgreichste Doppelsitzer der Geschichte antreten werden.

Vorfreude statt Druck vor dem vierten Olympia

Auf die Frage, ob der Erfolgsdruck bei ihrem vierten Olympia-Start größer wird, antwortet Tobias Wendl gelassen: "Alles kann, nix muss. Wir haben uns unseren Olympia-Traum, für den man ein Leben lang arbeitet, schon 2014 in Sotschi erfüllt. Alles, was da noch oben drauf kam, ist Zugabe."

Die beiden Rodler betonen ihre Vorfreude: "So eine Vorfreude wie jetzt hatten wir, glaube ich, noch nie vor Olympischen Spielen," sagt Wendl. Tobias Arlt beschreibt den Antrieb, der sie nach all den Jahren immer noch motiviert: "Diese Freude am Sport und am Leisten. Wenn wir oben am Start sitzen und das Adrenalin einschießt: Das ist fast eine Sucht, ein Rausch."

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Mit dieser ungebrochenen Leidenschaft und der besten Fitness ihrer Karriere blicken Deutschlands Rodel-Dominatoren optimistisch auf die Olympischen Winterspiele 2026 in Cortina d'Ampezzo.