Olympia-Rekord im Visier: Wendl/Arlt peilen historische Bestmarke an
Wendl/Arlt wollen olympischen Rekord knacken

Historischer Moment bei Olympia: Wendl und Arlt vor Rekordjagd

Das bayerische Rodel-Duo Tobias Wendl und Tobias Arlt steht kurz vor einem historischen Moment bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo. Mit aktuell sechs Goldmedaillen und einer Bronzemedaille in ihrer olympischen Karriere könnten sie am Donnerstag die alleinige Bestmarke als erfolgreichste deutsche Wintersportler erringen.

„Geehrt“ über Gleichstand mit Geisenberger

Nach dem emotionalen Gewinn der Bronzemedaille im Doppelsitzer zeigten sich die beiden Rodler tief bewegt. „Es ehrt uns sehr, mit Natalie Geisenberger gleichzuziehen“, erklärte Tobias Arlt. Die erfolgreiche Rodlerin teilt sich derzeit mit dem Duo den Rekord als deutsche Wintersportler mit den meisten Olympiamedaillen.

Aber Arlt betonte zugleich: „Wir machen es nicht, um Rekorde zu sammeln oder Rekorde aufzustellen. Wir machen es, weil es uns Spaß macht. Wir machen es, weil es ein geiler Sport ist.“ Dennoch ist den beiden Ausnahmesportlern die historische Chance bewusst, die sich ihnen bietet.

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Teamstaffel als Schlüssel zum Rekord

Die große Möglichkeit kommt am Donnerstagabend um 18:30 Uhr mit der deutschen Teamstaffel. Schon der Gewinn einer Medaille – egal ob Gold, Silber oder Bronze – würde ausreichen, um an Geisenberger vorbeizuziehen und den Rekord allein zu halten.

„Wir wollen mit Max, mit der Julia und mit Eitberger/Matschina natürlich Vollgas geben“, sagte Arlt über die geplante Zusammenarbeit mit Teamkollegen Max Langenhan, Julia Taubitz sowie dem Duo Dajana Eitberger und Magdalena Matschina. „Es wird ein enges Ding“, prognostizierte der 38-Jährige.

Ungeschlagene Serie in Teamstaffel

Besonders bemerkenswert: In der Teamstaffel, die seit den Spielen in Sotschi vor zwölf Jahren olympisch ist, sind Wendl und Arlt bei Olympia noch ungeschlagen. Diese Disziplin könnte somit zum entscheidenden Faktor für den historischen Rekord werden.

Die Serie von sechs Goldmedaillen in sechs olympischen Rennen, die das Duo seit 2014 aufgebaut hatte, endete allerdings am Mittwoch mit dem Olympiasieg der Italiener Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner. Doch gerade diese Erfahrung macht die beiden realistisch.

Realistische Einschätzung trotz Favoritenrolle

Arlt bremste die Erwartungen bewusst etwas: „Man hat es heute schon gesehen im Doppel, dass da auch viel passieren kann“, verwies er auf die Überraschungen des Wettkampftages. Mit den Goldmedaillengewinnern Max Langenhan und Julia Taubitz sowie dem Silber-Duo Eitberger/Matschina gilt das deutsche Team zwar als Topfavorit, aber im Rodeln ist bekanntlich nichts garantiert.

Dennoch überwiegt die Vorfreude: „Wir freuen uns halt einfach“, brachte Arlt die Grundstimmung auf den Punkt. Die Spannung vor dem möglichen Rekordmoment ist bei den deutschen Rodlern und ihren Fans deutlich spürbar.

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