Tirreno-Adriatico: Michael Valgren triumphiert nach langer Wartezeit
Der dänische Radprofi Michael Valgren hat bei der traditionsreichen Fernfahrt Tirreno-Adriatico einen bemerkenswerten Sieg gefeiert. Auf der fünften Etappe setzte sich der 34-Jährige vom Team EF Education-EasyPost als Solist durch und beendete damit eine lange Durststrecke ohne zählbare Erfolge. Valgren, der im Jahr 2018 das Amstel Gold Race gewann, konnte seinen letzten Sieg vor genau viereinhalb Jahren verbuchen.
Spannendes Rennen mit deutscher Beteiligung
Valgren war Teil einer Fluchtgruppe, zu der zwischenzeitlich auch der deutsche Meister Georg Zimmermann vom Team Lotto Intermarché gehörte. In der entscheidenden Phase des Rennens distanzierte Valgren knapp sechs Kilometer vor dem Ziel den französischen Ex-Weltmeister Julian Alaphilippe von Tudor Pro Cycling als letzten verbliebenen Rivalen aus der Ausreißergruppe.
Im Ziel in Mombaroccio hatte Valgren einen Vorsprung von elf Sekunden vor dem neuen Gesamtführenden Isaac del Toro vom Team UAE Emirates-XRG und dem US-Amerikaner Matteo Jorgenson von Visma-Lease a Bike. Georg Zimmermann kam mit einem Rückstand von 1:58 Minuten als 24. ins Ziel.
Anspruchsvolle Etappe und Ausblick
Die fünfte Etappe führte über 184 Kilometer durch die italienische Landschaft. Die sechste Etappe am Samstag wird noch anspruchsvoller: Auf der 188 Kilometer langen Strecke von San Severino Marche nach Camerino beginnt nach etwa 50 Kilometern der schwierige Anstieg nach Sassotetto. Der Schlusskilometer weist eine durchschnittliche Steigung von 12,4 Prozent auf und stellt die Fahrer vor eine besondere Herausforderung.
Die 61. Ausgabe von Tirreno-Adriatico findet ihren Abschluss am Sonntag in San Benedetto del Tronto. Für Michael Valgren bedeutet dieser Sieg nicht nur das Ende einer langen Erfolglosigkeit, sondern auch einen wichtigen moralischen Boost für die kommenden Rennen der Saison.



