Der deutsche Meister Georg Zimmermann hat beim Radklassiker Eschborn-Frankfurt für eine große Überraschung gesorgt und die 63. Ausgabe des traditionsreichen Rennens für sich entschieden. Der 28-jährige Profi vom Team Lotto Intermarché setzte sich in einem packenden Finale nach 211,4 anspruchsvollen Kilometern im Sprint durch und sicherte sich damit den ersten deutschen Sieg bei diesem Klassiker seit dem Jahr 2019.
Zimmermann: „Größter Sieg meiner Karriere“
„Das ist das Schönste, was ich in meiner Karriere erleben durfte. Das ist der größte Sieg meiner Karriere“, sagte ein überwältigter Zimmermann nach seinem Coup im deutschen Meistertrikot dem Hessischen Rundfunk (HR). „Ich bin einfach nur unfassbar stolz und erschöpft und glücklich – alles zusammen.“ Der Sieg war umso bemerkenswerter, als er gegen starke Konkurrenz errungen wurde.
Pidcock und Tulett auf dem Podium
Den zweiten Platz in dem packenden Finale belegte der britische Topfavorit Thomas Pidcock, der sich knapp geschlagen geben musste. Auf den dritten Rang fuhr sein Landsmann Ben Tulett. Die beiden Briten sorgten für eine starke Vorstellung, konnten den deutschen Meister jedoch nicht gefährden.
Degenkolb ohne Chance
Der Lokalmatador John Degenkolb hatte hingegen nichts mit der Entscheidung zu tun. Der erfahrene Fahrer war auf dem im Vergleich zu den Vorjahren verschärften Streckenprofil ohne Chance und konnte nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen.
Pogacar und Lipowitz fehlen
Rad-Superstar Tadej Pogacar aus Slowenien sowie die deutsche Radsport-Hoffnung Florian Lipowitz nahmen nicht an dem Rennen teil. Beide fuhren stattdessen die parallel stattfindende Tour de Romandie in der Schweiz. Ihr Fehlen minderte jedoch nicht die Spannung des Rennens, das mit Zimmermanns Überraschungssieg einen würdigen Sieger fand.



