Springderby in Hamburg: Cian O'Connor siegt mit Liebe und Präzision
Cian O'Connor gewinnt Championat von Hamburg

15 Jahre war Weltklassereiter Cian O'Connor (46) nicht mehr beim Springderby in Hamburg-Klein Flottbek. Bei seiner Rückkehr verbreitete der Ire ganz viel Liebe. Die Nummer 23 der Welt gewann mit Genghis Khan (10) das Championat von Hamburg. Und drückte dem Wallach nach der Siegerehrung einen dicken Kuss auf die Nase.

Liebeserklärung an das Traditionsturnier

Im Anschluss machte O'Connor auch dem Traditionsturnier eine Liebeserklärung: „Es ist großartig und wir sind gerne hier. Die Bedingungen sind fantastisch. Dieses Turnier sollte erhalten und von allen unterstützt werden, denn das ist etwas ganz Besonderes. Die Arena, das Ambiente, die Zuschauer – das ist fantastisch.“

Knapper Sieg im Championat

Im ersten sportlichen Höhepunkt blieb das Paar in beiden Umläufen ohne Abwurf und siegte hauchdünn mit der schnellsten Zeit (45:20 Sekunden). „Er ist ein liebenswerter Pferd“, schwärmte O'Connor. Und freute sich nach seinem ersten Sieg im Derby-Park über 20.000 Euro Prämie – und einen Mähroboter!

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Die Konkurrenz

Zweiter wurde Edouard Schmitz (27/Schweiz) mit Gamin van't Naastveldhof (14) 27 Hundertstel Sekunden dahinter. Auf Platz drei landete Arne van Heel (39) auf dem Holsteiner Hengst Keaton (10). Mario Stevens (43/Molbergen) wurde Vierter und checkte nach dem Absteigen auf dem Handy, an welcher Stelle er die entscheidenden Sekundenbruchteile verloren hatte. Der Deutsche Meister gestand aber ein: „Cian ist ein würdiger Sieger.“

O'Connors Rugby-Hintergrund

O'Connor stammt aus einer Rugby-Dynastie. Sein Großvater war das irische Rugby-Idol Karl Mullen, sein Patenonkel Tony O'Reilly wurde für seine Verdienste sogar von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen! Cian wechselte dagegen mit 16 Jahren zum Reiten, nachdem er eingesehen hatte, dass er es im Rugby nicht so weit bringen würde. Als große Stärke des Olympia-Reiters gilt seine Fähigkeit, Parcours zu analysieren.

Derby-Favorit Thieme verzichtet

Derby-Favorit André Thieme (51) verzichtete nach einem fehlerfreien Umlauf auf die zweite Runde, um seine Top-Stute Chakaria für den Großen Preis am Samstag (250.000 Euro Preisgeld) zu schonen. „Qualifiziert bin ich jetzt, ich muss fair zu ihr sein. Fürs Pferd ist es besser, das nicht zu machen“, sagte der Mecklenburger im NDR. Bundestrainer Otto Becker machte Thieme im Anschluss Hoffnung auf einen Start bei der Heim-WM in Aachen (11. – 23. August). Seine Aussichten seien „sehr gut“.

Doch davor will er Sonntag im 95. Derby zum fünften Mal siegen!

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