Die Zukunft der Olympischen Jugendspiele steht auf dem Prüfstand. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) gab am Donnerstag nach einer Sitzung der Exekutivkommission bekannt, dass der Auswahlprozess für die Youth Olympic Games (YOG) im Jahr 2030 vorerst ausgesetzt wird. Diese Entscheidung fiel im Rahmen des Programms „Fit for the Future“.
Bewerbungsstopp für 2030
Ursprünglich war geplant, bei der kommenden IOC-Session im Juni über den Gastgeber für 2030 zu entscheiden. Doch nun möchte sich das IOC mehr Zeit nehmen, um über die Kernziele der Austragung der Olympischen Jugendspiele zu reflektieren. Wie das IOC mitteilte, will man sich auf eine „ganzheitliche olympische Jugendstrategie konzentrieren“. Der Bewerbungsprozess für die Sommerspiele 2030 ruht daher einstweilen.
Verpflichtung gegenüber bestehenden Spielen
Trotz der Aussetzung betonte das IOC, dass man weiterhin „voll und ganz“ den Olympischen Jugendspielen in Dakar, Senegal, 2026 (31. Oktober bis 13. November) sowie den Olympischen Winter-Jugendspielen Dolomiti Valtellina 2028 in Norditalien verpflichtet sei. Diese Veranstaltungen werden wie geplant stattfinden.
Hintergrund der Jugendspiele
Die YOG wurden 2007 ins Leben gerufen und richten sich an Athletinnen und Athleten im Alter von 15 bis 18 Jahren. Die ersten Sommerspiele fanden 2010 in Singapur statt, die ersten Winterspiele zwei Jahre später in Innsbruck. Das IOC betont, dass die Jugendspiele ein wichtiges Instrument zur Förderung des olympischen Gedankens bei jungen Menschen seien. Mit der neuen Strategie soll dieses Ziel weiter gestärkt werden.



