Zverev trotzt Kälte und Kecmanovic: Nervenaufreibender Sieg bei BMW Open
Bei eisigen 11 Grad und drohendem Regen hat sich Tennis-Star Alexander Zverev (28) in die zweite Runde der BMW Open in München gekämpft. Der Hamburger besiegte den Serben Miomir Kecmanovic (26) nach einem intensiven Dreisatz-Match mit 6:3, 3:6, 7:6 (7:2). Die Partie dauerte insgesamt 2 Stunden und 18 Minuten und forderte dem Weltranglisten-Dritten alles ab.
Schwierige äußere Bedingungen und ein hartnäckiger Gegner
Bereits vor dem Match war deutlich, dass die Bedingungen alles andere als ideal sein würden. Zverev, der für seine Abneigung gegen Kälte bekannt ist, erschien in einer dicken Winterjacke auf dem Platz. Doch nicht nur das Wetter machte dem Deutschen zu schaffen. Kecmanovic gehört zu den nur drei Spielern, die Zverev in diesem Kalenderjahr bereits besiegen konnten – neben Jannik Sinner und Carlos Alcaraz.
Der erste Satz verlief noch relativ kontrolliert für den Favoriten. Nach einem frühen Break-Rückstand fand Zverev schnell in sein Spiel und gewann den Satz mit 6:3. „Es war kein Hochglanz-Tennis, aber es reichte aus, um den Gegner in Schach zu halten“, kommentierten Beobachter die erste Phase.
Kecmanovic dreht den Spieß um
Im zweiten Satz zeigte der Serbe jedoch, warum er zu den gefährlichsten Konkurrenten auf dem Sandplatz zählt. Unbeeindruckt von seiner anfänglichen Unterlegenheit drehte Kecmanovic den Spieß um und holte sich ebenfalls einen 6:3-Satz. In der Zverev-Box herrschte Ungläubigkeit. Neben Vater und Trainer Alexander senior (66) saßen Bruder Mischa (38) und der dick „verpackte“ Doppelpartner Marcelo Melo (42) auf der Tribüne.
Der entscheidende dritte Satz entwickelte sich zu einem nervenaufreibenden Duell. Beide Spieler schenkten sich nichts, auch wenn das spielerische Niveau aufgrund der äußeren Bedingungen nicht immer optimal war. Erst im Tiebreak konnte Zverev seine stärkste Phase abrufen und gewann mit 7:2.
Erleichterung nach dem Sieg
Nach dem Match zeigte sich Zverev erleichtert, dass zumindest der angesagte Regen ausgeblieben war. „Es war ein hartes Match unter schwierigen Bedingungen. Ich bin froh, dass ich es drehen konnte“, sagte der Deutsche, der am kommenden Montag seinen 29. Geburtstag feiert.
Für einen anderen deutschen Spieler endete das Turnier dagegen bereits in der ersten Runde. Der 18-jährige Berliner Diego Dedura unterlag dem Italiener Flavio Cobolli, der Nummer 16 der Welt, mit 4:6, 5:7.
Die BMW Open in München gehen mit diesem spannenden Auftaktmatch von Alexander Zverev in ihre heiße Phase. Der Hamburger wird in der nächsten Runde auf einen neuen Herausforderer treffen und hofft auf wärmere Temperaturen für seine weiteren Partien.



