SVG Lüneburg will Pokalfluch gegen Friedrichshafen brechen
Im vierten Anlauf soll es endlich klappen: Die SVG Lüneburg steht im DVV-Pokalfinale am Samstag in Mannheim erneut ihrem Angstgegner VfB Friedrichshafen gegenüber. Nach drei Finalniederlagen gegen den Rekordsieger hofft Trainer Stefan Hübner auf den langersehnten ersten Titelgewinn des Vereins.
„Aller guten Dinge sind vier“
Um den Glauben an den ersehnten Triumph zu stärken, bedient sich Stefan Hübner eines abgewandelten Sprichworts. „Aller guten Dinge sind vier, sagt man ja immer“, scherzte der 50-jährige Trainer, der seit 2014 an der Seitenlinie der SVG steht und die Mannschaft zu einer deutschen Spitzenmannschaft geformt hat. „Natürlich träumen alle davon – im Verein, die Fans und das ganze Umfeld“, erklärte Hübner. „Es wäre für alle schön, das zu erleben.“
Statistik spricht gegen Lüneburg
Die historische Bilanz im Pokalfinale ist eindeutig gegen die Lüneburger:
- Dreimal stand die SVG seit ihrem Bundesliga-Aufstieg 2014 im Pokalfinale
- Dreimal hieß der Gegner VfB Friedrichshafen
- Dreimal endete das Finale mit einer Niederlage
Friedrichshafens Sportdirektor Radomir Vemic betonte den ungebrochenen Titelhunger seines Teams: „Obwohl wir die Mannschaft mit den meisten Titeln in Deutschland sind, müssen wir nicht darüber sprechen, wie groß der Titelhunger unserer Spieler ist.“
Positive Entwicklung und aktuelle Form
Trainer Hübner sieht jedoch deutliche Fortschritte bei seiner Mannschaft. Waren 2015 beim ersten Finale noch „Welten zwischen beiden Mannschaften“, so war man 2022 beim letzten Duell „noch dichter dran“. „Wir sind gewachsen als Verein, die Qualität in der Mannschaft ist gestiegen“, analysierte der Coach.
Die aktuellen Rahmenbedingungen sprechen für Lüneburg:
- In der Bundesliga liegt die SVG als Tabellenzweiter nur drei Punkte hinter Abo-Meister Berlin
- Die Mannschaft hat in dieser Saison bereits zweimal gegen Friedrichshafen gewonnen
- In den letzten vier direkten Duellen blieb Lüneburg siegreich
- Nie gab man mehr als einen Satz ab
Rekordkulisse und historische Reise
Die Unterstützung aus Lüneburg wird gewaltig sein. Etwa 500 Fans treten die Reise geschlossen im ersten Sonderzug der Vereinsgeschichte an, um ihre Mannschaft in der SAP-Arena zu unterstützen. Sie werden Teil einer Rekordkulisse von 12.000 Zuschauern sein, die das letzte Endspiel in Mannheim vor dem Umzug nach Köln miterleben wollen.
Das Pokalfinale zwischen SVG Lüneburg und VfB Friedrichshafen beginnt am Samstag um 19:00 Uhr und wird live auf Dyn übertragen. Für die Lüneburger geht es um mehr als nur einen Pokal – es geht um die endgültige Überwindung eines jahrelangen Finalfluchs und den ersehnten ersten großen Titel in der Vereinsgeschichte.



