DVV-Pokal: Suhl triumphiert im Krimi-Finale gegen Stuttgart und holt zweiten Titel
Suhl gewinnt DVV-Pokal-Finale gegen Stuttgart im Krimi

DVV-Pokal: Suhl triumphiert im packenden Finale gegen Stuttgart

Die Volleyballerinnen des VfB Suhl haben sich als wahrer Favoritenschreck erwiesen und zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den DVV-Pokal gewonnen. Im ausverkauften Finale in der Mannheimer SAP Arena setzte sich das Team von Trainer Laszlo Hollosy gegen den großen Titelanwärter Allianz MTV Stuttgart in einem atemberaubenden Krimi mit 3:2 durch. Die Sätze gingen 25:17, 25:18, 15:25, 23:25 und 15:13 an die Thüringerinnen, die damit erstmals seit 2008 die begehrte Trophäe wieder in ihre Region holten.

Ein Finale mit dramatischem Verlauf

Obwohl die Suhlerinnen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer erst sechs Tage zuvor in der Bundesliga besiegt hatten, galt der fünfmalige Pokalsieger aus Stuttgart als klarer Favorit. Vor 12.508 begeisterten Zuschauern zeigte sich jedoch der Außenseiter von Beginn an wie beflügelt. Was die "Wölfinnen" aus Suhl an Leichtigkeit und Effektivität demonstrierten, fehlte dem MTV Stuttgart auf der Gegenseite völlig. Nach einem schnellen Rückstand im ersten Satz wirkte der Titelaspirant wie von der Rolle und konnte die eigene Spielweise nicht finden.

Erst im dritten Durchgang schien plötzlich die Wende zu gelingen. Stuttgart feierte endlich Erfolge, während Suhl mit sich selbst haderte. Die Partie entwickelte sich zu einem emotionalen Wechselbad der Gefühle, bei dem beide Teams ihre Stärken ausspielen konnten. Die Entscheidung fiel schließlich erst im verkürzten fünften Satz, wo die Nervenstärke der Thüringerinnen den Ausschlag gab.

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Historischer Erfolg für Thüringer Volleyball

Dieser Pokalsieg markiert einen historischen Moment für den Volleyball in Thüringen. Seit 2008 hatte keine Mannschaft aus der Region mehr den DVV-Pokal gewonnen. Der Triumph gegen den übermächtig scheinenden Gegner aus Stuttgart unterstreicht die kontinuierliche Entwicklung des Vereins unter Trainer Laszlo Hollosy. Die Mannschaft bewies nicht nur technische Klasse, sondern vor allem mentale Stärke in den kritischen Phasen des Spiels.

Parallel zum Frauenfinale fand am selben Abend in der SAP Arena auch das Endspiel der Männer statt. Die SVG Lüneburg wollte sich dort erstmals in der Vereinsgeschichte mit einem Titel krönen, während der Rekordpokalsieger VfB Friedrichshafen seine Dominanz behaupten wollte. Die Mannheimer Arena war nach elf Jahren letztmalig Austragungsort des DVV-Pokal-Finales, was der Veranstaltung zusätzliche historische Bedeutung verlieh.

Die Volleyball-Bundesliga der Frauen erlebte damit einen denkwürdigen Wettkampftag, der die Attraktivität und Spannung des deutschen Volleyballs eindrucksvoll unter Beweis stellte. Die Leistung beider Finalteams, insbesondere die Comeback-Versuche Stuttgarts und die Standfestigkeit Suhls, werden noch lange in Erinnerung bleiben.

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