Volleyball-Pokalfinale in Mannheim: Suhl trotz Sieg kein Favorit gegen Stuttgart
Der VfB Suhl sieht sich nach dem überraschenden Sieg gegen den MTV Stuttgart nicht als Favorit für das Volleyball-Pokalfinale am Samstag in Mannheim. Trainer Laszlo Hollosy betont die klare Favoritenrolle des Bundesliga-Spitzenreiters aus Schwaben, obwohl seine Mannschaft erst am Sonntag mit 3:2 gegen Stuttgart gewonnen hatte.
Trainer Hollosy: „Stuttgart ist immer noch der Favorit“
„Natürlich sind wir sehr stolz auf unseren Sieg. Aber das war ein normales Ligamatch. Jeder spricht jetzt natürlich darüber, aber Stuttgart ist und bleibt der klare Favorit für das Pokalfinale“, sagte Hollosy. „Die Erwartungshaltung ist eindeutig: Alle erwarten, dass Stuttgart gewinnen muss.“
Am Sonntag hatten die Thüringerinnen einen 1:2-Satzrückstand aufgeholt und dem MTV Stuttgart die erste Niederlage in der aktuellen Saison zugefügt. Für Stuttgart war dies eine unerwartete Niederlage, doch Trainer Konstantin Bitter relativiert die Bedeutung für das bevorstehende Finale.
Stuttgarts Trainer relativiert Ligasieg
„Suhl ist nicht ohne Grund Zweiter der Liga und hat zu Hause auch Teams wie Schwerin und Dresden geschlagen“, sagte Bitter. „Doch das Spiel am Sonntag hatte wenig mit dem zu tun, was uns am Samstag im Pokalfinale erwartet. Es geht um eine komplett andere Situation.“
Beide Teams treffen am Samstag um 16:00 Uhr in der SAP-Arena in Mannheim aufeinander. Das Spiel wird live auf Dyn und Sport1 übertragen und markiert das letzte Pokalfinale in Mannheim, bevor das Event im kommenden Jahr nach Köln umzieht.
Rekordkulisse von 12.000 Zuschauern erwartet
In Mannheim erwartet beide Teams eine historische Kulisse: Die SAP-Arena ist mit 12.000 Fans erstmals für ein Volleyball-Pokalfinale komplett ausverkauft. „Es geht darum, welches Team in dieser speziellen Atmosphäre klarkommt“, sagte Bitter.
Suhls Kapitänin Roosa Laakkonen gibt zu, noch nie vor so vielen Zuschauern gespielt zu haben: „Deshalb ist es gut, dass wir noch einige Trainingseinheiten in der Halle absolvieren können, um uns an die Bedingungen zu gewöhnen.“
Suhls Vorbereitung auf das Finale
Am Freitag reist das Team aus Thüringen nach Mannheim. Hollosy betont die Bedeutung der heimischen Umgebung für die Vorbereitung: „Die Wolfsgrube in Suhl ist der beste Ort für uns, um die Batterien aufzuladen und uns mental auf das Finale einzustellen.“
Der Trainer hatte die vergangenen Wochen gezielt auf die beiden Duelle mit Stuttgart ausgerichtet. „Das Wichtigste ist, dass die Spielerinnen an unser System glauben. Und das funktioniert bisher sehr gut“, so Hollosy.
Historischer Hintergrund des VfB Suhl
Der VfB Suhl steht zum fünften Mal in seiner Geschichte im Pokalfinale. Gleich bei der ersten Teilnahme im Jahr 2008 holte der Verein den Titel. Die folgenden Finalspiele in den Jahren 2010, 2011 und 2014 verlor das Team aus Thüringen jedoch. Nun hofft Suhl auf den zweiten Pokalerfolg vor der Rekordkulisse in Mannheim.
Für den MTV Stuttgart bedeutet das Finale die Chance, die erste Niederlage der Saison zu vergessen und den Pokal zu gewinnen. Beide Teams versprechen ein spannendes und emotionales Endspiel vor ausverkauften Rängen.



