Vom 800-Meter-Sturz zur ARD-Expertin: Gela Allmanns Kampf ums Überleben
800-Meter-Sturz zur ARD-Expertin: Gela Allmanns Kampf

Vom Abgrund zurück ins Leben: Die unglaubliche Geschichte der ARD-Expertin Gela Allmann

Es war nur ein falscher Schritt, der alles veränderte. Vor zwölf Jahren verlor Gela Allmann (42) nach einem dramatischen Sturz in Island fast ihr Leben. Heute erklärt die ARD-Expertin die olympische Premiere des Skibergsteigens in Bormio – doch dazwischen liegt eine Geschichte von Verzweiflung, Kampfgeist und Triumph.

Der verhängnisvolle Tag im isländischen Schnee

Am 3. April 2014 rutschte Allmann während eines Fotoshootings auf einem Berg im Norden Islands aus. Was folgte, war ein 800 Meter langer Sturz über eine Klippe, bei dem sie gegen Felsen schlug und über eisigen Untergrund rutschte, der ihre Haut verbrannte. Unten angekommen, lag sie mit unzähligen Verletzungen im Schnee: gebrochenes Nasenbein, fünf gebrochene Lendenwirbel, Kreuzbandrisse und eine durchtrennte Hauptarterie im Oberschenkel.

„Wenn ich da damals auf Island verstorben wäre, weiß ich, dass ich da ganz am Ende mit mir im Reinen war. Aber als ich im Schnee lag, wollte ich kämpfen“, erzählt Allmann heute. Der Blutverlust war enorm, die Überlebenschancen minimal.

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Neun Stunden Not-OP und der lange Weg zurück

Nach der Erstversorgung brachte ein Hubschrauber Allmann ins Krankenhaus nach Akureyri. Die Notoperation zur Rettung ihres rechten Beines dauerte neun Stunden. Es folgten eineinhalb Jahre Rehabilitation, bis sie erstmals wieder ein Kribbeln im großen Zeh spürte. Sechs Monate verbrachte sie insgesamt im Krankenhaus, ungewiss, ob sie jemals wieder auf Skiern stehen würde.

Der Unfall veränderte alles in ihrem Leben. Sie trennte sich von ihrem Freund, zog von München aufs Land und begann, ihre Erfahrungen aufzuschreiben. Zwei Bücher entstanden aus dieser schwierigen Zeit. Allmann fand einen neuen Partner, bekam zwei Kinder und baute sich Schritt für Schritt ein neues Leben auf.

Von der Patientin zur Motivationsrednerin und ARD-Expertin

Heute hält Gela Allmann Vorträge über Mut, Angst und das Weitergehen – selbst nach den tiefsten Tiefen. „Für mich war klar, diese schlimme Geschichte darf nicht umsonst passiert sein. Ich möchte andere Menschen ermutigen“, sagt sie. Ihre Geschichte hat bereits Filmproduzenten interessiert.

Als ARD-Expertin für Skibergsteigen bei den Olympischen Spielen in Bormio bringt sie eine einzigartige Perspektive mit: „Man wird etwas demütiger vor dem Leben. Man weiß, es kann jeden Tag vorbei sein. Und dass wir es jeden Tag selbst in der Hand haben, was daraus zu machen“.

Die Rückkehr in die Berge

Auf die Frage nach ihrer ersten Rückkehr in die Berge antwortet Allmann: „Die Berge haben mich so angetrieben. Es war eher: Ich möchte wieder auf Skitouren-Ski stehen. Ich möchte wieder oben am Gipfel stehen. Ich wusste, da will ich wieder hin. Und da Step für Step wieder hinzukommen, das habe ich unglaublich genossen“.

Ihre Geschichte ist mehr als nur eine Überlebensgeschichte – sie ist ein Beweis für die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes und die Kraft der Beharrlichkeit. Vom 800-Meter-Sturz an den Rand eines isländischen Fjords bis zum Kommentatorenpult bei Olympia: Gela Allmanns Weg inspiriert alle, die selbst vor scheinbar unüberwindbaren Herausforderungen stehen.

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