Emma Aicher rückt im Abfahrts-Weltcup näher an verletzte Lindsey Vonn heran
Aicher nähert sich Vonn im Abfahrts-Weltcup

Emma Aicher verkürzt Rückstand im Abfahrts-Weltcup deutlich

Die deutsche Skirennfahrerin Emma Aicher hat im ersten Weltcup nach den Olympischen Winterspielen einen wichtigen Schritt in Richtung des Gewinns der Abfahrts-Gesamtwertung gemacht. Bei der Abfahrt in Soldeu, Andorra, belegte die 22-Jährige den vierten Platz und verpasste damit das Podest nur knapp um 0,29 Sekunden. Der Sieg ging an die Schweizerin Corinne Suter vor der Österreicherin Nina Ortlieb und der Italienerin Sofia Goggia.

Wertvolle Punkte für die kleine Kristallkugel

Mit dem vierten Rang sammelte Aicher 50 wertvolle Weltcup-Punkte. Dadurch schrumpfte ihr Rückstand auf die verletzte Spitzenreiterin Lindsey Vonn auf nur noch 94 Zähler. Vonn, die den Abfahrts-Winter bisher klar dominiert hatte, muss nach einem schweren Sturz bei den Olympischen Spielen in Cortina den Rest der Saison pausieren. Die Amerikanerin erlitt dabei eine schwere Unterschenkel- und Knieverletzung, die sogar eine Not-Operation erforderlich machte, um ihr linkes Bein vor einer Amputation zu bewahren.

„Es ist okay“, resümierte Aicher nach ihrem Rennen in der ARD. „Ich habe ein paar Fehler eingebaut und mich ein bisschen ohne Spannung hinuntertreiben lassen.“ Die Tatsache, dass sie im Gegensatz zu anderen Konkurrentinnen erstmals in Andorra an den Start ging, wertete sie nicht als Nachteil. „Am Renntag spielt keine Rolle, wie oft man den Hang schon runtergefahren ist“, erklärte die zweifache Olympia-Medaillengewinnerin.

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Fokus auf die eigene Leistung

Trotz der guten Chancen auf den Gewinn der kleinen Kristallkugel im Abfahrts-Weltcup betonte Aicher, dass sie „überhaupt nicht“ an die Gesamtwertung denke. „Ich muss mich auf mich fokussieren, dass ich gut skifahre. Sonst gibt es eh keine Möglichkeit“, sagte die derzeit beste Alpin-Athletin des Deutschen Skiverbandes. Ihre Teamkollegin Kira Weidle-Winkelmann verpasste in Soldeu knapp die Top Ten.

In dieser Saison stehen noch drei Abfahrten aus, darunter das Saisonfinale am 21. März in Lillehammer. Zuvor finden in Andorra am Samstag und Sonntag zwei Super-G-Rennen statt, gefolgt von zwei Abfahrten und einem Super-G in Val di Fassa in der nächsten Woche. Aicher, die bei den Olympischen Spielen sowohl in der Abfahrt als auch in der Teamkombination an der Seite von Weidle-Winkelmann Silber gewann, bleibt damit ein heißer Anwärter auf den Abfahrts-Weltcup-Titel.

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