Doppelte Enttäuschung für Emma Aicher im Kampf um die Kristallkugeln
Die zweifache Olympia-Zweite Emma Aicher hat an einem enttäuschenden Wochenende in Val di Fassa wertvolle Weltcup-Punkte im Kampf um die begehrten Kristallkugeln verspielt. Nach einem zwölften Platz in der Abfahrt am Samstag schied die 22-jährige deutsche Skirennläuferin im italienischen Val di Fassa auch im Super-G aus und verpasste damit die Chance auf wichtige Punkte.
Frustrierte Reaktion nach dem Aus
"Ich bin einfach nur angepisst auf mich selber heute", gab Aicher nach dem Rennen im ZDF-Interview zu. Die Enttäuschung war der deutschen Athletin deutlich anzumerken, nachdem sie bereits am Vortag mit Rang zwölf in der Abfahrt hinter den Erwartungen zurückgeblieben war.
Weltcup-Stände verschlechtern sich
Die doppelte Enttäuschung hat konkrete Auswirkungen auf die Weltcup-Stände:
- Im Abfahrtsweltcup hat Aicher vor dem letzten Rennen beim Weltcup-Finale ab 21. März in Kvitfjell und Hafjell nun 28 Punkte Rückstand auf die führende Italienerin Laura Pirovano.
- Im Gesamtweltcup wuchs ihr Rückstand auf die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin auf 125 Punkte an - nur sechs Rennen vor Saisonende.
Konkurrenz nutzt Aichers Schwächephase
Während Aicher kämpfte, zeigten die Konkurrentinnen starke Leistungen:
Der Sieg im Super-G ging an die Italienerin Elena Curtoni. Mikaela Shiffrin, die erst zum zweiten Mal in diesem Winter in einem Super-G startete, sicherte sich mit Rang 23 immerhin acht Punkte. Kira Weidle-Winkelmann, die in der Abfahrt am Vortag noch starke Fünfte wurde, kam im Super-G nur auf Rang 27.
Mini-Chance auf Super-G-Kugel verpasst
Durch ihr Ausscheiden verpasste Aicher auch die letzte theoretische Möglichkeit, noch in den Kampf um die kleine Kristallkugel im Super-G einzugreifen. Die besten Chancen auf den Gesamtsieg in dieser Disziplin hat nun die Italienerin Sofia Goggia, die mit einem Vorsprung von 56 Punkten auf Alica Robinson aus Neuseeland in das letzte Rennen geht.
Ausblick auf das Saisonfinale
Mit nur noch sechs Rennen bis zum Saisonende muss Emma Aicher beim bevorstehenden Weltcup-Finale in Kvitfjell und Hafjell ab dem 21. März eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, um im Kampf um die Weltcup-Kugeln noch Chancen zu wahren. Die doppelte Enttäuschung in Val di Fassa hat die Ausgangsposition der deutschen Skirennläuferin deutlich erschwert.



