Paralympics-Veteranin Andrea Eskau startet in ihre neunten Winterspiele
Mit 54 Jahren und der beeindruckenden Erfahrung aus acht Paralympischen Spielen geht Andrea Eskau gelassen in ihre neunten Winterspiele in Italien. Die querschnittsgelähmte Sportlerin bezeichnet sich selbst als „uralt“ im Vergleich zu ihren deutlich jüngeren Konkurrentinnen, zeigt sich aber dennoch ambitioniert.
Erfahrung gegen Jugend: Eskaus besondere Perspektive
„Ich bin uralt verglichen mit allen anderen“, erklärte Eskau vor ihrem ersten Biathlon-Wettbewerb. „Die Nächstjüngere in meiner Division ist 20 Jahre jünger. Das ist in Ordnung, dass die besser sind. Die ein oder andere hinter mir zu lassen, habe ich aber auf jeden Fall als Ziel.“
Die achtfache Paralympics-Goldmedaillengewinnerin – sie gewann jeweils viermal Gold bei Sommer- und Winterspielen in den Disziplinen Handbike, Para Skilanglauf und Biathlon – möchte an allen Einzelwettbewerben teilnehmen. Insgesamt sind das drei Wettkämpfe im Biathlon und drei im Langlauf.
Das Erlebnis steht im Vordergrund
„Ich bin vor allem noch einmal hier, um tolle Paralympics zu erleben“, betont Eskau. „Ich mag Italien super gern. Wir hatten viele Trainingslager hier. Ich freue mich auch auf Angehörige und Freunde.“
Für die erfahrene Sportlerin steht nicht nur der Wettkampf im Mittelpunkt, sondern auch die Weitergabe ihrer gesammelten Erfahrungen an jüngere Teamkollegen. Bei einer Teamsitzung vor Wettkampfbeginn wollte sie einige Worte an die deutschen Sportlerinnen und Sportler richten.
Erfahrungsweitergabe an die nächste Generation
„Für einige ist es das erste Mal. Das ist schon beeindruckend. Da wird der eine oder andere mächtig schlucken. Ich kann nur sagen, was ich erfahren habe in all den Jahren und vielleicht können sie etwas mitnehmen“, erklärte Eskau ihre Motivation.
Während Eskau vor allem das Erlebnis und die Erfahrungsweitergabe betont, geht ihre Teamkollegin Anja Wicker in der sitzenden Klasse als eine der Favoritinnen auf eine Medaille in ihre vierten Winterspiele. Die deutsche Mannschaft präsentiert sich damit mit einer interessanten Mischung aus erfahrenen Veteranen und ambitionierten Medaillenanwärtern.
Andrea Eskaus neunte Paralympics-Teilnahme ist nicht nur eine persönliche Leistung, sondern auch ein Zeugnis für die Langlebigkeit und Leidenschaft im Behindertensport. Ihre Gelassenheit und Erfahrung könnten sich als wertvolle Ressource für das gesamte deutsche Team erweisen.



