Historisches Gold in Cortina: Deutsches Rodel-Duo Arlt/Wendl krönt Karriere mit Teamstaffel-Triumph
Arlt/Wendl: Historisches Gold bei Olympia in Teamstaffel

Deutsches Rodel-Team beendet Olympia mit historischem Staffel-Gold

Zum fulminanten Abschluss der Rodel-Wettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina d'Ampezzo hat das deutsche Team einen weiteren Meilenstein gesetzt. Im Teamwettbewerb sicherten sich die deutschen Rodler das dritte Gold für Deutschland bei diesen Spielen und schrieben dabei Sportgeschichte.

Rekord-Duo schreibt sich in die Annalen ein

Das Duo Tobias Arlt und Tobias Wendl krönte sich mit dem Sieg in der Teamstaffel zu den erfolgreichsten deutschen Wintersportlern aller Zeiten bei Olympischen Spielen. Mit nun insgesamt sieben Goldmedaillen und einer Bronzemedaille überragen sie alle bisherigen deutschen Winterolympioniken.

Gemeinsam mit den Einsitzer-Olympiasiegern Max Langenhan und Julia Taubitz sowie dem Frauendoppel Dajana Eitberger und Magdalena Matschina absolvierten die sogenannten »Rekord-Tobis« eine makellose Staffel. Seit der Einführung dieser Disziplin bei den Spielen 2014 in Sotschi ging der Olympiasieg im vierten Rennen nun zum vierten Mal in Folge an Deutschland.

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Souveräner Sieg vor heimischem Publikum

In einem packenden Rennen setzten sich die deutschen Rodler deutlich vor den Teams aus Österreich und Italien durch. Die deutsche Mannschaft unterstrich damit erneut ihre Ausnahmestellung als verlässlicher Medaillenlieferant für das deutsche Olympiateam.

Für den Bob- und Schlittenverband (BSD) war dies bereits die fünfte Medaille bei diesen Winterspielen. In den kommenden Tagen werden noch die Wettbewerbe im Skeleton und Bob folgen, wo traditionell weitere Erfolge für Deutschland erwartet werden.

Bescheidenheit trotz Rekorden

»Wir machen es nicht, um Rekorde zu sammeln oder Rekorde aufzustellen. Wir machen es, weil es uns Spaß macht. Wir machen es, weil es ein geiler Sport ist«, hatte Tobias Arlt vor dem Staffelrennen betont. Diese Einstellung spiegelt sich im bescheidenen Auftreten des erfolgreichen Duos wider, das trotz aller Erfolge mit beiden Beinen auf dem Boden bleibt.

Mit ihrem siebten Olympiagold verabschieden sich Wendl und Arlt voraussichtlich von der olympischen Bühne. Ein endgültiges Karriereende steht jedoch noch nicht fest. »Wir sind so fit wie lange nicht. Unterm Strich kann man sagen, dass das fitteste Duo Wendl/Arlt dasteht, das es je gegeben hat«, erklärte Tobias Wendl nach dem Rennen.

Zukunftspläne und Abschiedsvorbereitungen

Die beiden Bayern planen, ihre Karriere in ihrer Heimat am Königssee zu beenden, um Familie und Freunden etwas zurückzugeben. Der geplante Bahn-Neuaufbau sollte ursprünglich zur WM 2028 abgeschlossen sein, steht jedoch aktuell auf der Kippe.

»Das ist unser Ziel. Und wir wollen zum Abschluss in diesem Winter noch die große Kristallkugel im Gesamt-Weltcup holen«, sagte Arlt zu den weiteren Ambitionen. Nach sieben von neun Stationen führt das erfolgreiche Duo im Gesamt-Weltcup derzeit souverän.

Feierstimmung im deutschen Team

Nachdem die deutschen Rodler ihre Euphorie in den Tagen vor der Staffel bewusst gebremst hatten, durfte nach dem Sieg ausgiebig gefeiert werden. Julia Taubitz, die nach ihrem emotionalen Olympiasieg im Einsitzer am Dienstag zunächst nur »ein bisschen Halbgas« gegeben hatte, kündigte bereits die große Siegesfeier an.

Auch Max Langenhan sowie das Frauendoppel Eitberger/Matschina, die bei der olympischen Premiere im Frauen-Doppelsitzer Silber gewannen, können nun endlich die Party-Handbremse lösen und den historischen Erfolg gebührend feiern.

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