Sommerstraße in Rostock: Autos tabu in der KTV ab Ende Mai
Sommerstraße kehrt nach Pause zurück: Autos tabu in KTV

Nach drei Jahren Versuchsphase und zwei Jahren Pause kehrt die Sommerstraße in der Rostocker Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) zurück. Ab Ende Mai können Fußgänger wieder Teile der Leonhardtstraße und der Straße Am Brink erobern. Der Abschnitt wird dann zur Fußgängerzone umgewandelt, Autos sind dort tabu – und das künftig jedes Jahr im Sommer.

Sommerstraße startet zum KTV-Fest

Bereits zum KTV-Fest am 30. Mai wird die Sommerstraße eröffnet. Die Umgestaltungsarbeiten beginnen einen Tag zuvor, wie Stadtsprecher Ulrich Kunze mitteilt. Bis zum 30. September haben Fußgänger dann Vorrang. „Teile der Leonhardstraße werden ab 29. Mai zur Fußgängerzone umgestaltet und für Radfahrende freigegeben. In der Straße Am Brink entsteht ein verkehrsberuhigter Bereich. Es gilt Schritttempo für alle Verkehrsteilnehmenden“, so Kunze.

Konkret betroffen sind die Abschnitte Leonhardstraße auf Höhe der Hausnummern 21a bis 24 sowie die Straße Am Brink 1 bis 4. Nur Lieferverkehr darf einfahren. Zwei Ladezonen sind vorgesehen: eine auf Höhe der Adler-Apotheke und eine weitere Am Brink. Die Sommerstraße ist von Montag bis Samstag zwischen 6 und 11 Uhr für den Lieferverkehr geöffnet, „damit insbesondere die Anlieferung der örtlichen Gastronomie reibungslos erfolgen kann“, erklärt Kunze.

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Evaluation bestätigt Erfolg

„Die Evaluation der vergangenen Verkehrsversuche hat gezeigt, dass die Sommerstraße funktionieren kann, wenn Verkehrsberuhigung, Erreichbarkeit und Gestaltung gut zusammen gedacht werden. Nun können wir die erfolgreiche Lösung aus dem Jahr 2023 verstetigen und künftig verlässlich jedes Jahr umsetzen“, ergänzt Torsten Fischer, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Mobilität.

Ab 2027 wird die Sommerstraße dann immer vom 30. April bis 30. September eingerichtet. In den vergangenen zwei Jahren pausierte das 2021 als Verkehrsversuch gestartete Projekt „wegen der baustellenbedingten Situation in der KTV, insbesondere im Bereich und im Umfeld der Ulmenstraße“, nennt Kunze den Grund. Auch die Dauergenehmigung durch das Land und damit die rechtliche Grundlage für das Vorhaben fehlte 2025 noch. Diese liegt nun vor.

Mehr Platz und Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer

Ziel der Sommerstraße ist es, mehr Platz für Fußgänger und den Radverkehr zu schaffen, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und den öffentlichen Raum durch mehr Grün und Sitzgelegenheiten der ansässigen Gastronomie aufzuwerten. „Mehr Menschen sind zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs. Dem werden wir mit der Sommerstraße Am Brink gerecht“, sagt Senatorin Ute Fischer-Gäde (Grüne). „Wir reagieren auf das saisonal erhöhte Fuß- und Radverkehrsaufkommen, um die Verkehrssicherheit insbesondere für die schwächsten Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen und Nutzungskonflikte zu reduzieren.“

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