Preußens Millionenspiel: Alles oder nichts gegen Darmstadt
Preußens Millionenspiel gegen Darmstadt

Wenn sie diese Zahlenreihe wirklich fortsetzen können, winkt ihnen vielleicht doch noch der Jackpot … Auf Schalke gelang Münsters Zweitliga-Kickern vor drei Wochen ein Tor. Gegen Bielefeld waren es anschließend zwei und zuletzt in Hannover sogar drei. Sollten es am Sonntag gegen die „Lilien“ (13:30 Uhr, live bei Sky) – nach dem Gesetz dieser Serie – tatsächlich vier Treffer werden, müsste das eigentlich zum so wertvollen Heimsieg reichen.

Preußens Millionenspiel: Alles oder nichts gegen Darmstadt

Fakt ist: Die „Schwarz-Weiß-Grünen“ brauchen als Schlusslicht dringend diesen Dreier, um die Mini-Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Während ihre drei Mitkonkurrenten Greuther Fürth (17.), Fortuna Düsseldorf (16.) und Eintracht Braunschweig (15.) nicht gewinnen dürfen. Klappt es nicht mit der „Wunder-Rettung“, würde das allein an TV-Geldern einen Verlust von über sechs Millionen Euro bedeuten. Im Fußball-Unterhaus kassieren sie rund 7,4 Millionen, in der 3. Liga gibt es dann nur noch knapp eine Million Euro. Dazu kommen geringere Sponsorenerlöse sowie sinkende Hospitality- und VIP-Einnahmen.

Trainer Schwartz setzt auf Offensive

Preußens Neu-Coach Alois Schwartz wartet nach fünf Spielen immer noch auf seinen ersten Sieg. Gegen Darmstadt muss ihm am Sonntag zwingend gelingen. Hatte Schwartz, der im März die Nachfolge von Erfolglos-Coach Alexander Ende (46, jetzt Fortuna Düsseldorf) antrat, anfangs vor allem die Defensive gestärkt (jeweils 0:0 in Kiel und gegen Fürth), setzt er nun im Heimfinale voll auf Offensive: „Es hilft ja nicht, nur hinten dichtzumachen und vorne passiert nichts. Wir werden gegen Darmstadt von Anfang an hoch pressen und unser Heil im Angriff suchen.“ Wobei er – wie beim irren 3:3 in Hannover – wohl erneut mit dem Sturm-Duo Imad Rondic (27) und Shin Yamada (25) starten wird. Beide waren gegen die Niedersachsen je einmal erfolgreich und harmonierten prima. Schwartz lobend: „Sie haben ihre Sache wirklich gut gemacht.“

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Gefährliche Doppelspitze der Gäste

Wobei ausgerechnet die Gäste aus Hessen, für die es in der Tabelle (Rang 5) um nichts mehr geht, aktuell mit Isac Lidberg (27) und Frazer Hornby (26) die gefährlichste Doppelspitze der Liga stellen. Zusammen netzten sie bereits 27 Mal (16/11) ein. „Sie zu stoppen wird eine besondere Herausforderung sein“, weiß Schwartz, der noch offen lässt, wie er seine Abwehr aufstellt. Klar ist nur, dass mit Jano ter Horst (23, 10. Gelbe) und Mikkel Kirkeskov (34, Sprunggelenk) gleich beide Außenverteidiger passen müssen. Sie werden voraussichtlich durch Marco Meyerhöfer (30) nach überstandener Wadenverletzung und Charalambos „Babis“ Makridis (29) oder Luca Bolay (23) ersetzt.

Personelle Ausfälle

Ebenfalls nicht im Kader sind Etienne Amenyido (28, Faserriss im Oberschenkel), Joshua Mees (30, muskuläre Probleme), Marcel Benger (27, Reizung der Achillessehne) sowie Malik „Batman“ Batmaz (26), Simon Scherder (33) und Antonio Tikvic (22, alle mit Kreuzbandrissen).

Schwartz: „Kann noch ruhig schlafen“

Preußen vor dem „Alles-oder-Nichts-Spiel“. Trainer-Routinier Schwartz (628 Pflichtspiele mit 9 Vereinen) gibt sich gelassen: „Ich kann noch ruhig schlafen, habe im Laufe meiner Karriere schon mehrfach vor ähnlichen Situationen gestanden. Wir werden alles dafür tun, um bestens vorbereitet in diese Partie zu gehen. Mehr geht ohnehin nicht.“ Allerdings gesteht er offen ein: „Die Nächte nach den Spielen habe ich meistens größere Probleme. Weil es einfach viel mehr zu verarbeiten gibt – an positiven oder eben auch negativen Eindrücken.“

Zukunft noch ungeklärt

Und wie beunruhigt ihn seine eigene Zukunft? Immerhin läuft sein Vertrag bei den „Adlerträgern“ – Stand jetzt – schon am 30. Juni wieder aus. Schwartz wiegelt ab: „Das ist momentan kein Thema, besprechen wir später.“ Wenn endgültig klar ist, wohin die Reise der Preußen geht …

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