Der Hamburger SV hat den Verkauf von Anteilen an seiner neuen Fördergenossenschaft, dem Supporters Trust, gestartet und bereits am ersten Tag einen Rekord erzielt. Innerhalb von nur sechseinhalb Stunden nach Verkaufsbeginn am Freitag um 10 Uhr flossen rund vier Millionen Euro in den Trust. Damit übertrifft der HSV deutlich das Ergebnis von Schalke 04, das bei seinem ähnlichen Projekt nach drei Tagen rund 3,5 Millionen Euro eingenommen hatte.
Genossenschaftsanteile für Mitglieder und Fans
Der Supporters Trust ermöglicht es den Anhängern, Teil der neuen HSV-Genossenschaft zu werden. Bis zum 17. Mai können exklusiv Vereinsmitglieder Anteile zeichnen. Ein Anteil kostet 887 Euro, inklusive 87 Euro Eintrittsgeld zur Kapital-Rücklage. Ab dem 18. Mai sind Dauerkarteninhaber an der Reihe, und ab dem 28. Mai kann jeder Interessierte Anteile erwerben.
Finanzielle Ziele und Verwendung der Mittel
Die Genossenschaft gibt zunächst 18.887 Anteile mit einem Gesamtwert von knapp 17 Millionen Euro aus. Das eingesammelte Geld wird verwendet, um Aktien an der ausgegliederten Profi-Fußball-Abteilung zu kaufen. Die Erlöse sollen in fanfreundliche Infrastrukturprojekte fließen, insbesondere in die Modernisierung und den Ausbau des Volksparkstadions, die bereits im Sommer beginnen sollen.
Digitale Warteschlange und Vorbereitungen
Der HSV hatte sich auf einen großen Ansturm vorbereitet und eine digitale Warteschlange eingerichtet, ähnlich wie beim Vorverkauf von Spieltickets. Auf der offiziellen Website hieß es: "Die Warteschlange wird sich zunächst langsam bewegen, während wir prüfen, ob der Ablauf für alle reibungslos verläuft." Bereits jetzt gibt es eine Warteliste für den freien Verkauf in knapp drei Wochen, auf die sich mehrere hundert Personen eingetragen haben.
Teilnahme von Fanklubs und Unternehmen
Neben Einzelpersonen können auch Fanklubs und Unternehmen Anteile erwerben. Voraussetzung ist eine funktionierende HSV-ID und eine unterschriebene Beitrittserklärung. Zu den Gründungszeichnern zählen unter anderem die Vuskovic-Brüder, Vize-Kapitän Nicolas Capaldo sowie die Nachwuchsspieler Otto Stange und Fabio Baldé.



